13.02.2007
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Mobilfunkmesse

Die Trends 2007

2. Teil: Spezielle Handydienste

Spezielle Handydienste

Darüber hinaus versucht der Weltmarktführer aber auch mit dem Einstieg in Schwellenländern den Umsatz anzukurbeln. Erst vor zwei Tagen gab der Konzern die Übernahme des indischen Mobilfunkanbieters Hutschison Essar für 13 Milliarden Dollar (10,1 Milliarden Euro) bekannt. Vodafone-Chef Arun Sarin rechnet mit einem rasanten Wachstum des indischen Handymarkts. "Heute haben wir in Indien eine Marktpenetration von 15 Prozent; in fünf Jahren werden wir 40 Prozent sehen", sagte Sarin. Damit würde die Kundenzahl von 160 Millionen auf dann 500 Millionen steigen.

Mit der zunehmenden Verbreitung des mobilen Webs entwickeln sich auch die Angebote der Internetkonzerne weiter. Yahoo Chart zeigen beispielsweise sieht die Internetsuche als Schlüssel für den Vorstoß von Datendiensten auf das Handy. Dabei sei es wichtig, nur relevante Treffer herauszupicken, betonte Yahoo-Manager Marco Boerries. "Unterwegs wollen die Nutzer schnelle Antworten", so Boerries.

Yahoo startete zur 3GSM mobile Werbung in 19 Ländern. Die Anzeigen kommen unter anderem von Pepsi Chart zeigen, Intel Chart zeigen, Nissan Chart zeigen und Procter & Gamble Chart zeigen. Sie sollen interaktiv sein und dem Nutzer direkten Zugriff auf zusätzliche Informationen erlauben.

RIM hat keine Angst vor Microsoft

Bei dem Yahoo-Konkurrenten Google Chart zeigen ist man etwas skeptischer, was das Tempo angeht. Entscheidend für einen Durchbruch sei, dass eine Kombination von Geräten und Diensten auf den Markt komme, "die jeder einfach haben will", sagte der zuständige Manager Jim Holden. "Vielleicht sehen wir das im kommenden Jahr." Auch Holden glaubt allerdings, dass mobiles Internet speziell zugeschnittene Dienste braucht. Bisher habe es in dem Bereich zu wenige Innovationen gegeben.

Bereits gestern stellte Microsoft sein neues Betriebssystem für Handys vor, das genau diese speziellen Funktionen bieten soll. Vor allem die Kommunikation via E-Mail soll über Windows Mobile 6 verbessert werden. Damit greift der Softwarekonzern vor allem den Blackberry-Hersteller Research in Motion (RIM) an, diese Funktion bereits seit Jahren auf seinen Geräten anbietet.

"Wenige Verbesserungen bei Windows Mobile 6"

RIM-Chef Jim Balsillie will sich davon jedoch nicht einschüchtern lassen. "Ein Betriebssystem ist zwar wichtig, aber vor allem geht es in dem Geschäft um verknüpfte Dienstleistungen", sagte Balsillie. Das von Microsoft vorgestellte Betriebssystem habe nur wenige Verbesserungen im Vergleich zur Vorgängerversion, meinte der RIM-Chef. Für den Blackberry-Dienst habe man für die kommenden sieben bis acht Monate etwa ein Dutzend neuer Produkte in Planung, um die eigene Position zu stärken.

Bisher waren die Blackberrys mit Geschäftsleuten oder Beamten als wichtigste Kundengruppe bewusst eher spärlich mit Multimediafunktionen ausgestattet. So habe man auf Kameras verzichtet, weil die Nutzer sie aus Sicherheitsgründen nicht wünschten. Der neue Blackberry hat dafür Navigationsfunktionen über GPS, weil sich "mobile Menschen" immer wieder an fremden Orten zurechtfinden müssten, sagt Balsillie.

manager-magazin.de mit Material von dpa

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