07.02.2007
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Apple-Mitbegründer

iWoz und der Apfel

Von Simon Hage

4. Teil: Wie innovativ ist Google?

Wie innovativ ist Google?

Der Computer wird zwar heutzutage nicht mehr neu erfunden. Seinen früheren Arbeitgeber, der unlängst mit dem iPhone in den Handymarkt eingestiegen ist, beschreibt Wozniak dennoch als innovativ. "Apple überlegt, wo die Zukunft ist und wie man die Leute dorthin bringen kann". Die Gefahr, dass schnell wachsende Internetkonzerne wie Google Chart zeigen den altgedienten Computerfirmen den Rang ablaufen könnten, sieht er nicht.


Steve Wozniak, Gina Smith: "iWoz. Wie ich den Personal Computer erfand und Apple mitgründete."; Hanser Verlag, Oktober 2006, 250 Seiten, 19,90 Euro.

"Google macht einen guten Job", analysiert Wozniak, "aber ich bin mir nicht sicher, ob das Unternehmen wirklich innovativ ist." Viele Onlineangebote hätten schon vor Google existiert - die Suchmaschine ebenso wie der elektronische Postdienst Gmail.

"E-Mail gibt es schon eine Ewigkeit", sagt Wozniak, "was kann Gmail, was andere Dienste nicht bereits zuvor schafften?" Sicher, Google habe viele Sachen besser gemacht als die Konkurrenz. Doch letztlich setze das Unternehmen um, was die Branche schon seit etwa zehn Jahren plane: Applikationen und Programme auch im Internet anzubieten. Jede Neuentwicklung in der Internet- und Computertechnologie fußt letztlich auf Wozniaks Erfindung, könnte man meinen. Ohne PC gäbe es kein Internet, ohne Internet kein Google.

Am selben Tag hält "Woz" im Rahmen des "Volvo Sports Design Forums" eine Rede vor jungen Entwicklern und Designern. Thema: Vergangenheit und Zukunft des Personal Computers. Doch Wozniak spricht nur über frühere Zeiten, er spart den zweiten Teil aus. Nostalgie ist ihm wichtiger als Neuheiten.

Als der Apple-Held die Bühne im Saal 1 des Internationalen Congress Centers in München betritt, dröhnt Hardrock-Sound von AC/DC aus den Boxen, künstlicher Nebel sprüht ihm entgegen. Wozniak zelebriert den Mythos um seine Person - und erzählt detailliert aus jungen Jahren: Wie er Steve Jobs traf, diesen Hippie, der gerne barfuß lief. Wie große Computerkonzerne - Hewlett-Packard Chart zeigen ebenso wie IBM Chart zeigen und Atari - abwinkten, als Wozniak sie von seinem Produkt überzeugen wollte.

Nach einer Dreiviertelstunde ist der Computerpionier bei den 80er Jahren angelangt - und beendet die Ansprache. Ein Fan dankt ihm über Mikrofon für seine früheren Leistungen: "Sie haben unser Leben sehr viel leichter gemacht." Die Menge klatscht, Woz strahlt.

Hat er seine persönliche Apple-Story endgültig abgeschlossen? Nicht ganz. Wenn er mehr Zeit hätte, sagt der Mitbegründer, würde er gerne wieder für den Konzern arbeiten. Vielleicht gibt es eines Tages doch noch eine Fortsetzung.

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