Alternative CrossOver
Wenn etwa beim Arbeiten mit großen Textdateien der Windows-PC im Mac-Fenster zu klein ist, kann man auf die Vollbilddarstellung umschalten. Beim Wechsel gibt es eine hübsche Animation in Gestalt eines sich drehenden 3D-Würfels.
Für den Datenaustausch zwischen beiden Betriebssystemen kann ein gemeinsamer Ordner eingerichtet werden. Außerdem lässt sich auch ein USB-Stick an den virtuellen PC anschließen - praktischerweise verfügt auch der iMac an seiner Tastatur noch über einen älteren USB-1.1-Anschluss, da USB 2.0 erst von der nächsten Version von Parallels unterstützt wird. Für den Austausch von Textpassagen zwischen Windows und Mac stellt Parallels eine systemübergreifende Zwischenablage bereit.
Auswahl an stabil nutzbaren Programmen überschaubar
Eine dritte Möglichkeit, um Windows-Anwendungen auf dem Mac zum Laufen zu bringen, bietet den Vorteil, dass man dafür keine Windows-Lizenz erwerben muss: Die Software CrossOver, bisher vor allem bei Linux-Anwendern im Einsatz, gibt es nun auch für das Apple-System. Dabei werden Nachbildungen der Softwareschnittstellen (APIs) von Windows verwendet, die das Open-Source-Projekt Wine entwickelt hat.
Die Auswahl an Windows-Programmen, die sich so auch stabil nutzen lässt, ist bislang allerdings relativ überschaubar - unterstützt werden unter anderem Microsoft Office 97 und der Ego-Shooter Half-Life. An Kosten fällt bei Bootcamp nur die Windows-Lizenz an - das Softwaretool soll im nächsten Mac-Betriebssystem mit der Bezeichnung "Leopard" mit integriert sein. Bei Parallels schlägt neben der Windows-Lizenz auch die Software für die virtuelle Maschine mit rund 70 Euro zu Buche. Crossover Mac kostet rund 60 Dollar.
Peter Zschunke, ap
© manager magazin online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH