Potenzielle Unfallstellen meiden
Wer mag, kann über Poicon auch sein Lieblingsrestaurant empfehlen. Ganz so schnell wie die Standorte der Blitzgeräte landen solche Tipps aber nicht im Portal. "Wenn es um Restaurants geht, kann es länger dauern, weil unsere Redaktion prüft, ob es nicht noch andere Meinungen zum jeweiligen Restaurant gibt", erklärt Singer. Diese Informationen sind aber nur für registrierte Nutzer gedacht, die ihre Poicon-Software vor der Reise auf den aktuellen Stand bringen wollen.
Der in der Software "POI-Finder 2.0" enthaltene Datensatz ist mit den bei TomTom erhältlichen Wegmarken vergleichbar. Der Basis-Content enthält auch Autohäuser, Campingplätze, Biergärten, Diskotheken, Tankstellen mit alternativem Sprit, Sportplätze, freie Werkstätten, Kindertagesstätten oder Freizeitparks und Museen. Zusätzlich steht sogenannter Premiuminhalt zum Download bereit, der extra bezahlt werden muss.
Ortsdaten zur Verkehrssicherheit will auch Klicktel
verstärkt in seine Karten einbauen: "Wir suchen Ecken, wo es immer knallt", sagt Klicktel-Sprecher Jörg Kiveris. Das Unternehmen habe daher die Ämter in den größten Städten angeschrieben, um Informationen zu Unfallschwerpunkten zu erhalten. Autofahrer können über das
Klicktel-Portal oder über die Webseite
Pocketnavigation.de auch selbst gefährliche Straßen melden.
Welches Gericht ist empfehlenswert?
Mitgestaltungsspielraum will auch das Mobilitätsportal Falk.de seinen Nutzern einräumen. "Die Frage ist: Bewegen wir uns in die Masse oder in die Klasse? Spielen wir das Bewertungssystem unserer Redaktion aus, oder lassen wir den User bewerten?", sagt Andreas Dollmayer, Produktmanager der zum Verlag MairDumont gehörenden Firma Falk Marco Polo Interactive. Es werde wohl auf eine Mischung hinauslaufen.
Den Trend zum elektronischen Reiseführer habe er zwar auch wahrgenommen, sagt Dollmeyer. Aber Falk.de sei in erster Linie ein Navigationsportal mit dem Kernangebot Routenplanung. Daher komme es darauf an, die Zusatzinformationen dosiert und übersichtlich zu präsentieren. "Wir haben sehr viele Infos hier im Haus", so Dollmeyer. "Wenn wir die alle auf die Karte schmeißen, sehen sie von der Karte nichts mehr."
Bei den eigenen Reiseportalen - etwa Marco Polo und den POIs der mobilen Falk-Navigationsgeräte wie den multimedialen Cityguides für Großstädte - vertraut das Unternehmen auch lieber auf die Urteilskraft der eigenen Redaktion, erklärt Dallmeyers Kollegin Uta Sommerfeldt: "Wenn sie einen Italiener suchen, dann haben wir nicht nur die Adresse, sondern auch die Info, was er für Öffnungszeiten hat, was sie unbedingt probieren sollten, welche Kreditkarten er nimmt und wie viel ein Gericht durchschnittlich kostet."
Arnd Petry, dpa
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