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23.01.2007
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Balanced Scorecard

Instrument in der IT-Governance

Von Jens O. Redenius

2. Teil: Schritt für Schritt zur IT-BSC

Schritt für Schritt zur IT-BSC

Die BSC ist kein Instrument zur Entwicklung der IT-Strategie, sondern setzt auf ihr auf. Nichts desto trotz folgt auf die Frage nach der IT-Strategie am Anfang eines BSC-Projektes oft zumindest eine Strategiekonsolidierung. Das notwendige Verständnis der dem Handeln der IT zugrunde liegenden strategischen Grundlagen ist auch bei den typischerweise im ersten Projektschritt, der Entwicklung der Master-BSC, beteiligten Topmanagern nicht vorhanden. Existiert eine Corporate BSC, so ist eine Adaption der relevanten Aussagen dieser für die IT-BSC anzustreben.

Jens O. Redenius ist Senior Berater bei Inditango, einer Unternehmensberatung für Informationstechnologie

Jens O. Redenius ist Senior Berater bei Inditango, einer Unternehmensberatung für Informationstechnologie

Danach erfolgt die Definition der Perspektiven der BSC. Im ursprünglichen Modell von Kaplan & Norton ("Balanced Scorecard: Strategien erfolgreich umsetzen") wurden vier Perspektiven verwandt. Entsprechend der Prioritäten des Unternehmens lassen sich diese um weitere Sichten erweitern. An dieser Stelle kommt der Terminus "Balanced" ins Spiel. Angestrebt werden sollten ausgewogene Perspektiven untereinander:

  • Finanzperspektive: Welche finanziellen Erwartungen müssen von der IT erfüllt werden?
  • Kundenperspektive: Welche Kundenanforderungen müssen erfüllt werden?
  • Prozessperspektive: Wie müssen die internen Prozesse gestaltet werden?
  • Potenzialperspektive: Welche Potenziale müssen verfügbar gemacht und ausgebaut werden?

Der Bezug der Perspektiven untereinander wird durch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung sichergestellt. Dabei sollte die Validität und die Beeinflussbarkeit innerhalb der Beziehungen kritisch überprüft und Trivialität von Aussagen vermieden werden. Letztendlich ist zu beachten, dass alle im Zusammenhang mit den definierten Beziehungen stehenden Maßnahmen auf die Erreichung der strategischen Ziele konvergieren müssen.

Nicholas Carr stellt in seinem Buch "Does IT matter" fest, dass IT ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist. IT kann dann zu einem Wettbewerbsvorteil werden, wenn Unternehmen die IT optimal an den Anforderungen des Geschäftes ausrichten können.

IT-Governance verstanden als fortlaufender Prozess, der den Veränderungen einer dynamischen Umwelt ständig angepasst werden muss, kann Instrumente wie zum Beispiel die IT-Balanced Scorecard nutzen, um dieser Anforderung gerecht zu werden. Doch auch die BSC wird nur dann den gewünschten Erfolg mit sich bringen, wenn bestimmte Regeln beachtet werden.

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