Von Jens O. Redenius
Schritt für Schritt zur IT-BSC
Die BSC ist kein Instrument zur Entwicklung der IT-Strategie, sondern setzt auf ihr auf. Nichts desto trotz folgt auf die Frage nach der IT-Strategie am Anfang eines BSC-Projektes oft zumindest eine Strategiekonsolidierung. Das notwendige Verständnis der dem Handeln der IT zugrunde liegenden strategischen Grundlagen ist auch bei den typischerweise im ersten Projektschritt, der Entwicklung der Master-BSC, beteiligten Topmanagern nicht vorhanden. Existiert eine Corporate BSC, so ist eine Adaption der relevanten Aussagen dieser für die IT-BSC anzustreben.
Jens O. Redenius ist Senior Berater bei Inditango, einer Unternehmensberatung für Informationstechnologie
Der Bezug der Perspektiven untereinander wird durch eine Ursache-Wirkungs-Beziehung sichergestellt. Dabei sollte die Validität und die Beeinflussbarkeit innerhalb der Beziehungen kritisch überprüft und Trivialität von Aussagen vermieden werden. Letztendlich ist zu beachten, dass alle im Zusammenhang mit den definierten Beziehungen stehenden Maßnahmen auf die Erreichung der strategischen Ziele konvergieren müssen.
Nicholas Carr stellt in seinem Buch "Does IT matter" fest, dass IT ein wesentlicher Wettbewerbsfaktor ist. IT kann dann zu einem Wettbewerbsvorteil werden, wenn Unternehmen die IT optimal an den Anforderungen des Geschäftes ausrichten können.
IT-Governance verstanden als fortlaufender Prozess, der den Veränderungen einer dynamischen Umwelt ständig angepasst werden muss, kann Instrumente wie zum Beispiel die IT-Balanced Scorecard nutzen, um dieser Anforderung gerecht zu werden. Doch auch die BSC wird nur dann den gewünschten Erfolg mit sich bringen, wenn bestimmte Regeln beachtet werden.
© manager magazin online 2007
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH