17.01.2007
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Datenschutz

Internet im Zwiebellook

2. Teil: TOR für kriminelle Handlungen

TOR für kriminelle Handlungen

"Die Sicherheit von TOR wird verbessert, je größer die Nutzerbasis ist und je mehr Freiwillige eigene TOR-Server betreiben", erklären die Projektverantwortlichen und rufen die Nutzer dazu auf, den eigenen Computer ebenfalls als Knoten zur Verfügung zu stellen. Dies erfordere ebenfalls nur einen Mausklick, wobei die zur Verfügung gestellte Bandbreite begrenzt werden könne.

Wikipedia: Das Onlinelexikon hat TOR-Nutzern die Schreibrechte entzogen
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DPA

Wikipedia: Das Onlinelexikon hat TOR-Nutzern die Schreibrechte entzogen

Zurzeit besteht das Netz aus weltweit mehr als 1200 TOR-Knoten; 30 Prozent der Rechner stehen in den USA, 29 Prozent in Deutschland. Allerdings sollte man es sich genau überlegen, ob man den eigenen Rechner als TOR-Server zur Verfügung stellt. Die Projektmacher schreiben dazu selbst: "Wenn du einen TOR-Server betreibst, der Verbindungen nach außen zulässt (was die Standardrichtlinie ist), kannst du davon ausgehen, dass du irgendwann von jemandem hören wirst." Denn wie jeder anonyme Dienst kann auch TOR für illegale Handlungen wie den Zugang zu Kinderpornografie missbraucht werden - was auch innerhalb des TOR-Projekts für Diskussionen sorgt.

"TOR dient dazu, den Normalbürger zu schützen, der das Gesetz befolgen will", erklären die Initiatoren. Kriminelle hingegen hätten auch eine Vielzahl von anderen Möglichkeiten, um sich zu verstecken. Allerdings kommt es wohl auch zu anderen Formen des Missbrauchs wie den anonymen Versand von Spam oder das anonyme Verunstalten von Wikipedia-Artikeln - deshalb hat dieses Projekt Internetnutzern aus dem TOR-Netz erst einmal die Schreibrechte entzogen.

Als Forum für anonyme Meinungsäußerungen aller Art präsentieren sich einige der versteckten Webseiten, die nur über das TOR-Netz zu erreichen sind und die Adressendung "onion" (Zwiebel) führen. Hier findet sich etwa ein "Manifest für eine digitale Gesellschaft" oder ein Aufruf, die Welt mit Programmieren von Computercode zu retten. Sogar eine Suchmaschine für die dort abgelegten Inhalte gibt es: "Torgle" durchsucht den Internetuntergrund im Zwiebelnetz.

Peter Zschunke, ap

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