Frage: Welche konkreten Schritte unternehmen Sie, um diese Interoperabilität sicherzustellen?
Frage: Open-Source-Anbieter haben in den letzten Jahren an Image und Akzeptanz gewonnen, sie sind zu ernsthaften Wettbewerbern etablierter Softwareanbieter geworden. Welche Bedeutung hat für Sie das Open Source Segment?
Hartl: Um es deutlich zu sagen: Ich begrüße diesen Wettbewerb ausdrücklich. Er fordert und fördert die Kreativität, Innovation und Agilität aller Softwareanbieter. Wir suchen aktiv und ganz gezielt die Kommunikation und Interaktion mit der Open Source Community. Auch die jüngst beschlossene Kooperation zwischen Microsoft und Novell unterstreicht sehr deutlich unsere Offenheit, mit der wir den Ansprüchen unserer Kunden gerecht werden wollen, dort OSS einzusetzen, wo es für sie sinnvoll ist – immer unter den Gesichtspunkten Planungssicherheit, Investitionsschutz, Support, Interoperabilität und nicht zu vergessen Haftungsschutz und Rechtsicherheit.
Frage: Nach IDC-Untersuchungen wechseln 45 Prozent derjenigen, die ihre aktuelle Unix-Plattform aufgeben, auf eine Windows Server Plattform, 37 Prozent zu Linux, 16 Prozent zu anderen Unix-Varianten. Für Sie ein befriedigendes Ergebnis?
Hartl: Wir bieten für die Migration zu Windows zahlreiche Mehrwerte. Ein besonderes Interoperabilitätsprodukt stellen beispielsweise die "Windows Services for Unix (SFU)" dar. Unternehmen können damit Unix-Systeme und -Anwendungen nahtlos mit Windows-Umgebungen kombinieren - und zwar, ohne dazu Software kaufen zu müssen. Ein weiterer Bestandteil von SFU ist das Interix-Subsystem für Windows. Mit Interix stellt Windows ein Unix-Subsystem zur Verfügung, dass über 2000 Unix-APIs umfasst und unter Windows eine komplette Laufzeitumgebung genau so bereitstellt, wie es Unix-Anwendungen erwarten.
Frage: Welches Potenzial sehen Sie generell im Upgrademarkt, insbesondere auch im Segment Novell Netware?
Hartl: Wir werden Kunden in diesem Segment gerne beraten. Stets berücksichtigend, dass wir heterogene Umgebungen bedienen können. Mit Novell verbindet uns wie mit vielen Anbietern Wettbewerb und Kooperation zugleich. Wettbewerb auf Produkt- oder Lösungsebene beispielsweise. Im Zuge der Kooperation mit Novell geht es aber darum, den Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden. Gemeinsam entwickeln, vertreiben beide Unternehmen eine Reihe neuer Lösungen, um die Interoperabilität unserer Produkte zu optimieren. Wir haben darüber hinaus vereinbart, unseren Kunden gegenseitigen Patentschutz für unsere Produkte zu gewährleisten. Die Verträge gelten bis mindestens 2012.
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