19.12.2006
Twitter GooglePlus Facebook

IT-Gipfel

Frau Merkel und die IT-Offensive

Von Marleen Gründel, Potsdam

2. Teil: "In China ist es erlaubt, reich zu werden"

"In China ist es erlaubt, reich zu werden"

Merkel hat die Stärkung des IT-Standorts Deutschland zur Chefsache erklärt. Schließlich liegt die Branche mit einer Bruttowertschöpfung von 90 Milliarden Euro auf Platz eins der Industriesektoren in Deutschland – noch vor dem Maschinen- und Automobilbau. Doch international gesehen verlieren deutsche Unternehmen zunehmend an Bedeutung. Die USA haben am weltweiten IT-Markt einen Anteil von 28 Prozent, Deutschland hält nur magere 6,8 Prozent.

SAP-Chef Kagermann:  "Wir müssen weltweit und offensiv für den Standort Deutschland werben"
Zur Großansicht
REUTERS

SAP-Chef Kagermann:
"Wir müssen weltweit und offensiv für den Standort Deutschland werben"

Was also ist zu tun, damit der Standort Deutschland wettbewerbsfähiger wird, fragte Merkel ihre Gäste auf dem Gipfel. Die Antworten der Wirtschaft auf diese Frage waren nicht neu. SAP-Chef Henning Kagermann forderte beispielsweise eine verstärkte Rekrutierung von Toptalenten. "Wir müssen weltweit und offensiv für den Standort Deutschland werben, damit die besten Köpfe zu uns kommen", so Kagermann. Immerhin meldeten über 40 Prozent der IT-Unternehmen Schwierigkeiten bei der Rekrutierung von Personal.

SAP-Kollege und Aufsichtsratschef Plattner glaubte, den Grund für das geringe Interesse der jungen Leute an der IT zu kennen: "Es ist in China - wohlgemerkt ein kommunistisches Land - erlaubt, reich zu werden." In Deutschland gebe es dagegen so hässliche Dinge wie die Reichensteuer. "Junge Menschen müssen die Gelegenheit haben, nicht nur erfolgreich, sondern auch reich zu werden", forderte Plattner.

Aus Quaero wird Theseus

Telekom-Chef Obermann sprach sich für die Entwicklung eines Clusters für IP Services aus. Und Ebay-Deutschland-Chef Groß-Selbeck will über den Verein "Deutschland sicher im Netz" kleine und mittlere Unternehmen sowie private Nutzer über die Sicherheit im Internet aufklären.

Die Vertreter der Politik wollten denen der Wirtschaft natürlich in nichts nachstehen. So berichtete Staatssekretär Hartmut Schauerte, der den überraschend abgereisten Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) vertrat, von drei "Leuchtturmprojekten", die gemeinsam von Politik und Wirtschaft entwickelt und umgesetzt werden sollen. Eines davon ist bereits bekannt, trägt allerdings einen neuen Namen: Von dem Projekt Theseus erhofft sich die Bundesregierung die Entwicklung einer effektiveren Suchmaschine, die intuitiv zu bedienen sein soll.

Eigentlich sollte diese Technologie gemeinsam mit Frankreich unter dem Namen Quaero entwickelt werden, doch nun prescht Deutschland allein vor, um schneller und effizienter voranzukommen. "Es herrscht aber keine Funkstille bei diesem Projekt mit Frankreich", bemühte sich Schauerte den Anschein einer Unstimmigkeit zu verhindern.

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIOContor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie KarrierewissenSeminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug?GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden TarifHandytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre KlinikMedführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apothekenimedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken