Düsseldorf/Frankfurt am Main - Spitzenreiter im Onlinehandel seien die Versender, die sowohl per Katalog als auch per Internet Waren anbieten, teilte der Bundesverband des Deutschen Versandhandels (BVH). Dies sei das Ergebnis einer von TNS Infratest durchgeführten Umfrage unter mehr als 24.000 Konsumenten in Deutschland.
Mit einem Internetumsatz von 3,95 Milliarden Euro entfallen der Studie zufolge fast 40 Prozent des gesamten deutschen Onlinevolumens im Einzelhandel auf Versandhändler. Die reinen Internethändler folgen an zweiter Stelle mit 2,5 Milliarden Euro. Insgesamt kaufen rund 27 Millionen Bundesbürger per Internet, knapp 52 Prozent davon sind Männer.
Beim Versandhandel werden inzwischen schon 44 Prozent aller Bestellungen per Mausklick getätigt. Besonders beliebt sind dabei Bekleidung, Textilien und Schuhe - dafür werden die Konsumenten dieses Jahr voraussichtlich rund 2,8 Milliarden Euro ausgeben. Danach folgen Bücher, CDs und DVDs mit 1,8 Milliarden Euro und Unterhaltungselektronik mit 1,2 Milliarden Euro.
Allerdings unterscheiden sich die Bestellgewohnheiten von Männern und Frauen bezüglich des Einkaufs beim Versandhändler. Männer ordern am liebsten im Internet, 59 Prozent ihrer Bestellungen erfolgten online. Frauen hingegen bevorzugen das Telefon, fast die Hälfte ihrer Bestellungen wird telefonisch getätigt.
Silver Surfer holen auf
Ein Gefälle besteht auch zwischen Ost- und Westdeutschland. Während im Westen 48 Prozent aller Orders bei Versandhändlern bereits über das Internet eingehen, sind dies im Osten erst knapp 31 Prozent. Dies sei dem Verband zufolge aber in erster Linie auf die dort erst langsam nachziehende Versorgung mit schnellen DSL-Anschlüssen zurückzuführen.
Zugleich stellte der BVH fest: Je jünger die Kunden, desto häufiger wird das Internet für Bestellungen beim Versandhändler genutzt. 72 Prozent der 14- bis 29-jährigen bestellen online, unter den 30- bis 39-jährigen sind es knapp 65 Prozent. In der Altersklasse 40 bis 49 überwiegt der Anteil der Onlinebestellungen mit 52 Prozent noch. Ab 50 steht mit einem Anteil von 45 Prozent die telefonische Bestellung im Vordergrund, hier gehen nur noch 37 Prozent aller Bestellungen per Internet ein.
Doch die Senioren erobern dem Verband zufolge mehr und mehr das Netz. Fast 14 Prozent der einkommensstarken Verbraucher über 60 kauften inzwischen per Mausklick. "Auch die ältere Generation hat das Onlineshopping inzwischen für sich entdeckt", erklärte Thomas Lipke, Vorsitzender des Ausschusses E-Commerce im BVH.
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