Von Martin Hintze
mm.de: In der neuesten Skype-Version gibt es eine Funktion namens Click to Call – ist das nur ein zusätzlicher Service für die privaten Nutzer, oder ist das auch für gewerbliche Seitenbetreiber interessant?
Zennström: Zunächst einmal können Anbieter wie beispielsweise Ebay "Skype me"-Buttons auf ihrer Seite platzieren. So kann der Kunde per Skype direkt beim Anbieter anrufen. Ebay hat diese Funktion bereits in 20 Ländern implementiert. In einem zweiten Schritt haben wir Absprachen mit Yahoo
mm.de: Das werden wir dann also erst in Skype 4.0 erleben?
Zennström: Ich kann Ihnen nicht verraten, mit welcher Version wir diese Funktion bereitstellen werden. Daran arbeiten wir noch mit unseren Partnern.
mm.de: Sie und ihr Freund Janus Riis, der Mitbegründer von Skype, planen ja eine neue Videoplattform unter dem Namen "Venice Project". Gibt es schon Einzelheiten?
Zennström: Das "Venice Project" hat die Vision, die Art des Fernsehens zu verändern. Wir wollen die besten Dinge des alten TVs – die Vielzahl an Kanälen und die Größe des Bildschirms - behalten und sie mit den Vorteilen des Internets – beispielsweise der Interaktivität – kombinieren. Ich denke, dass das Fernsehen eines Tages vollständig in das Internet abwandern wird.
mm.de: Wird das einen Einfluss auf Ihre Arbeit bei Skype haben?
Zennström: Nein, das wird meine Arbeit als Skype-Chef nicht beeinflussen, sondern eher komplementär dazu laufen. Es gibt bereits unter der Leitung von Fredrik de Wahl ein fest angestelltes Managementteam, ich kann mich also wie gehabt auf meine Aufgaben bei Skype konzentrieren.
mm.de: Wann werden wir etwas vom "Venice Project" zu Gesicht bekommen?
Zennström: Das Team arbeitet noch daran. Zurzeit werden einige Tests durchgeführt, und ich hoffe, dass wir es bald veröffentlichen. Ein genauer Termin ist aber noch nicht abzusehen.
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