Von Lars von Thienen
Hamburg - Knappe Ressourcen erfordern die Priorisierung und Bewertung von möglichen neuen Initiativen im Unternehmen. Auf welche Projekte sollen sich die eigenen Mitarbeiter in den kommenden Monaten fokussieren? Wie verteilen wir das Budget auf die richtigen Maßnahmen?
IT-Verantwortliche stehen jedes Jahr wieder im Zuge der Budgetplanung vor der Diskussion mit Fachbereichen und der Geschäftsführung und feilschen gemeinsam um die knappen Ressourcen. Häufig lassen sich objektive Bewertungsansätze und geschäftsgetriebene Priorisierungsmethoden vermissen. Zu sehr sind die Ergebnisse von individuellen Meinungen, der Schattenorganisation sowie der Rethorik und Durchsetzungskraft Einzelner abhängig.
Doch machen wir uns nichts vor: Priorisieren heißt nicht, sich gegenseitig zu erläutern was alles wichtig ist. Priorisieren bedeutet, entscheiden was liegen bleiben soll. Eine Versachlichung der Diskussion "Welche Projekte sollen wir angehen?" schafft Abhilfe. Es gilt die Priorisierung von Maßnahmen in Abhängigkeit ihrer Wirkung auf die geschäftlichen Ziele vorzunehmen.
Für diesen Entscheidungsprozess wird ein praktikables Bewertungsmodell benötigt, dass sowohl die qualitativen als auch die quantitativen Wirkungen von möglichen Projekten auf den Unternehmenserfolg abbildet. Dabei muss den von Unsicherheit geprägten und mit unvollständigen Annahmen ausgestatteten Projekten Rechnung getragen werden. Gepaart mit pragmatischen Bewertungsmodellen und einfachen Visualisierungstechniken entsteht ein Instrument, dass die Planung und Auswahl von Erfolg versprechenden Projekten transparent werden lässt, die Diskussion versachlicht und damit das Management knapper Ressourcen nicht von der Durchsetzungsfähigkeit einzelner Personen abhängig macht.
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