Höhere Kosten, höhere Umsätze
ProSiebenSat.1 hat unterdessen die Zahlen des dritten Quartals veröffentlicht. Der TV-Konzern hat wegen Rückzahlung einer Anleihe sowie höheren Kosten für Personal und Programm weniger verdient. Die Umsätze legten wegen der besseren Entwicklung am Werbemarkt aber zu.
Das Unternehmen gab sich angesichts dieser Entwicklung für die Umsatzentwicklung im laufenden Geschäftsjahr optimistisch. So wird jetzt mit einem Wachstum von 5 bis 6 Prozent statt wie bisher von 4 bis 5 Prozent gerechnet. Voraussetzung ist, dass der Werbemarkt um 3 Prozent zulegt. Die Aktie gab im frühen Handel minimal nach.
Zwischen Juli und Ende September seien die Erlöse von 415,9 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 431,3 Millionen Euro gestiegen, teilte das im MDax-notierte Unternehmen am Donnerstag mit. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sank leicht von 59,9 Millionen Euro auf 58,7 Millionen Euro und lag damit ebenso leicht unter den Erwartungen wie der Gewinn vor Zinsen und Steuern (Ebit), der von 51,1 auf 48,9 Millionen Euro zurückging.
Das schwächere Abschneiden im operativen Geschäft begründeten die Münchener vor allem mit höheren Personal- und Programmkosten. So kletterten die Programminvestitionen von 187,8 auf 234,7 Millionen Euro. Vor allem das Flaggschiff ProSieben steckte wieder deutlich mehr Geld in so genannte Blockbuster. Außerdem erhöhten sich die Personalkosten unter anderem wegen eines Aktienoptionsprogramms um 13 Prozent auf 62,1 Millionen Euro.
Der Überschuss gab im dritten Quartal wie erwartet deutlicher nach und verschlechterte sich von 23,7 auf 13,1 Millionen Euro. Hier hatten die Schätzungen der Analysten bei 14,4 Millionen Euro gelegen.
Grund für den Ergebnisrückgang war vor allem der vorzeitige Rückkauf einer Anleihe über 200 Millionen Euro. ProSiebenSat.1 hatte diese am 31. Juli 2006 vorzeitig zurückgeführt. Die Anleihe war im Juli 2002 mit einem Kupon von 11,25 Prozent platziert worden und sollte im Juli 2009 fällig werden.
manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters
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