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manager magazin



08.11.2006
 

Springer

Verlag startet Internet-TV

Nach der gescheiterten Übernahme von ProSiebenSat.1 versucht Axel Springer nun über einen anderen Weg den Einstieg ins Fernsehgeschäft. Der Verlag will über seine neue Tochter Axel Springer Digital TV künftig Inhalte für das Internet produzieren. Geschäftsführer des Unternehmens wird der bisherige RTL-Manager Klaus Ebert.

Berlin - Sprudelnde Anzeigenerlöse haben der Axel Springer AG Chart zeigen in den ersten neun Monaten einen deutlichen Gewinnzuwachs beschert. Der Überschuss des Medienkonzerns stieg in den ersten drei Quartalen um 10,9 Prozent auf 173,3 Millionen Euro, wie Vorstandschef Mathias Döpfner am Mittwoch berichtete.

Quartalszahlen: Anzeigenerlöse bescheren Springer deutlichen Gewinnzuwachs
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DDP

Quartalszahlen: Anzeigenerlöse bescheren Springer deutlichen Gewinnzuwachs

Der Springer-Chef hob daher die Prognose für das Gesamtjahr leicht an und kündigte neue Aktivitäten im Internetfernsehmarkt an. Die Entwicklung bei ProSieben.Sat1 Chart zeigen wolle man zunächst beobachten und den eigenen Anteil vorerst behalten.

Im Kerngeschäft seien die Vertriebs- und Anzeigenerlöse von Januar bis September um 1,5 Prozent von 1,587 auf 1,610 Milliarden Euro gestiegen, so Döpfner. Maßgeblich sei der Zuwachs der Anzeigenerlöse um 3,9 Prozent gewesen.

Der Gesamtumsatz lag mit 1,73 Milliarden Euro leicht unter dem Vorjahreswert von 1,76 Milliarden Euro. Dies sei aber nur ein "buchhalterischer Effekt", betonte Döpfner. Denn 2006 werden die ausgegliederten Tiefdruckumsätze nicht mehr bilanziert. Bereinigt um diesen Effekt wuchsen auch die Auslandsumsätze um 3,5 Prozent.

Für das Gesamtjahr erwartet Springer laut Döpfner nun ein etwas höheres Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen als 2005. "Axel Springer kommt in allen strategischen Feldern sehr gut voran", sagte Döpfner. Er sei überzeugt, "dass wir unsere Attraktivität für Investoren auch in Zukunft weiter steigern werden".

Dazu soll auch das neue Engagement bei bewegten Bildern für das Internet dienen, wie der Vorstandschef ausführte. Springer habe deshalb die 100-prozentige Tochtergesellschaft Axel Springer Digital TV (ASDTV) gegründet. Sie soll Videoinhalte vor allem für das Internet produzieren und vermarkten. Zudem gebe es Überlegungen, eigene digitale TV-Kanäle zu entwickeln.

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