Bund zeigt Interesse
In der Praxis testen die Wismarer ihr Verfahren auf der Internetseite www.audioclipping.de. Nach Unternehmensangaben werden dort monatlich rund 15.000 Sendestunden von 21 Hörfunkprogrammen ausgewertet. Internetnutzer können auf dieser Seite aktuelle Radionachrichten durchsuchen und erhalten neben einer kostenlosen Trefferliste auch Hörbeispiele als Belege.
Zusammenarbeit mit dem Bundestag: Sinnvoll für Ausschusssitzungen und Anhörungen
Bei Com-Vision-Geschäftsführer Manfred Büttner haben bereits mehrere Interessenten von Rang und Namen angeklopft. "Mit Google gibt es erste Sondierungsgespräche", sagt Büttner. Zudem prüften Rundfunkanstalten wie der WDR den Einsatz der Software in ihren Archiven. Mit dem Deutschen Bundestag laufe bereits ein Projekt zur Auswertung von Ausschusssitzungen und Anhörungen, die im Gegensatz zu Plenarsitzungen nicht stenografiert würden.
Gefragt nach einem Einsatz seiner Technik bei Geheimdiensten, lächelt Büttner vielsagend: "Es gibt staatliche Stellen, die sich dafür interessieren. Nicht nur in Deutschland."
Jörn Poltz, reuters
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