Stuttgart - Digitale Wände als Monitore, kleine Ohrempfänger für den Mobilfunk, die Teilnahme an einer internationalen Konferenz mit einem einzigen Mausklick - dem Büro des 21. Jahrhunderts stehen zahlreiche Veränderungen bevor, prognostiziert das Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) der Fraunhofer-Gesellschaft.
Stress pur: Multitasking, Informations- und Kommunikations-Overload gehören zu den größten Stressfaktoren im Arbeitsalltag
"Das Thema erschöpft sich nicht, wir sind nicht irgendwann einfach am Ende", sagt Wilhelm Bauer, Institutsdirektor und Leiter der "Innovationsoffensive Office 21". Er geht davon aus, dass Wissen, Kreativität und Lernen zum neuen Megatrend werden, womöglich zu einem neuen großen Zyklus, wie es die Industrialisierung oder das Internet waren. "Innovation kann es nur dann geben, wenn Menschen mit der vollen Unterstützung von Technik gemeinsam neue Dinge entwickeln."
Bis dato werden neue Technologien von den Mitarbeitern allerdings manchmal eher als Hemmnis denn als Unterstützung empfunden - nicht zuletzt deshalb, weil das nötige Wissen über den richtigen Umgang etwa mit der Software fehlt. So nennen die Befragten einer groß angelegten Studie des Instituts ineffiziente Meetings als einen der größten Zeitverschwender. Allerdings handelt es sich bei den meisten Meetings nach wie vor um tatsächliche Treffen in Büroräumen, und die sind zeitintensiver als Internetkonferenzen.
"Mehr als 60 Prozent der Onlinebesprechungen dauern maximal eine halbe Stunde", sagt Alexander Greisle, Projektleiter der Studie. "Bei tatsächlichen Treffen beträgt die Dauer bis zu einer Stunde, und auch die Vor- und Nachbereitung dauern länger."
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