Fast den ganzen Rückflug über sitzen Sasser und Frank schweigend nebeneinander. Schließlich entscheiden sie sich gegen Apple.
Heute fällt es ihnen nicht ganz leicht, Außenstehenden diese Absage zu erklären: "Wir hätten nie wieder die Chance gehabt, ein Projekt wie Panic zu machen. Wir waren unverheiratet, kinderlos und konnten all unsere Energie in dieses Unternehmen stecken." Es war eine Entscheidung für ihre Unabhängigkeit.
In manchen Filmen wird der Abspann unterlegt mit kurzen Stichworten, wie das weitere Schicksal der Figuren aussieht. Angefangen bei iTunes: Die Software wurde bald um den Zugang zu Apples digitalem Musikladen erweitert und um die Verbindung zur Technikikone iPod, die im Oktober 2001 vorgestellt wurde. Das Gespann iTunes und iPod darf getrost als eine der größten Marketingerfolgsgeschichten der vergangenen Jahre bezeichnet werden; erst vor einer Woche wurde das fünfjährige Jubiläum begangen.
Robbins und Kincaid arbeiten nach wie vor bei Apple. Ihnen war zwei Jahre lang vertraglich verboten, über die Ursprünge von iTunes öffentlich zu sprechen.
Von Audion wurde noch eine dritte Programmversion veröffentlicht. Sie ist bis heute erhältlich, Support und Weiterentwicklung wurden aber eingestellt. Gegen iTunes war einfach nicht anzukommen.
Panic existiert dennoch weiter. Mit Transmit verkauft der Softwarezwerg ein hochgelobtes und beliebtes FTP-Programm, das dazu dient, Daten auf entfernte Server zu laden und zu organisieren. Derzeit wird eine Anwendung für Webentwickler geschrieben. Zusammen mit den Gründern hat Panic zehn Mitarbeiter und residiert in einem bulligen Bürokomplex in Portland. Ein vergleichsweise riesiger Zwerg.
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