Hohe Preisvorstellungen
In den vergangenen Wochen habe es laut "FTD" erneut Gespräche gegeben. Die Beteiligten hätten sich aber nicht auf einen Preis einigen können. Offenbar verlangten die Eigner knapp 30 Euro pro Stammaktie, berichtet die Zeitung.
Die Interessenten aus der Finanzbranche boten den Angaben zufolge deutlich weniger. "Wie Finanzinvestoren bei den Preisvorstellungen auf ihren Return kommen sollen, ist mir unklar", zitiert die Zeitung einen Kaufinteressenten. Am Donnerstag war die Aktie mit einem Schlusskurs von 22,60 Euro aus dem Handel gegangen.
Springer hatte 2005 für 23,58 Euro je Anteilschein den Zuschlag erhalten und hätte insgesamt 2,5 Milliarden Euro für das Paket bezahlt. Jetzt wollen die Eigner offenbar erheblich mehr Geld sehen. Sie argumentieren den Angaben zufolge, seit dem Springer-Deal habe sich die Lage für ProSiebenSat.1 gebessert. Eingestiegen waren Saban und Partner 2003 für 721 Millionen Euro. Anschließend hatten sie zusätzlich 282 Millionen Euro frisches Kapital in die Firma gesteckt.
Offenbar gibt es der "FTD" zufolge im Konsortium unterschiedliche Meinungen über den Verkaufspreis. Saban selbst schien demnach mehrfach geneigt, bei einem raschen Verkauf einen niedrigeren Preis zu akzeptieren. Einige der Partner lehnten dies allerdings ab, so die Zeitung.
manager-magazin.de mit Material von vwd
© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH