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manager magazin



20.10.2006
 

ProSiebenSat.1

TV-Gruppe kommt unter den Hammer

Seit Monaten wird über den Verkauf der TV-Gruppe ProSiebenSat.1 spekuliert. Jetzt nimmt US-Investor Haim Saban einem Zeitungsbericht zufolge einen neuen Anlauf - und will kräftig Kasse machen.

Hamburg - Wie die "Financial Times Deutschland" (FTD) unter Berufung auf Informationen aus verhandlungsnahen Kreisen berichtet, sollen Interessenten bereits Anfang November erste Angebote vorlegen.

US-Milliardär Saban: Investmentbanken mit Auktion beauftragt
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DDP

US-Milliardär Saban: Investmentbanken mit Auktion beauftragt

Die Eigentümer haben der Zeitung zufolge die Investmentbanken JP Morgan und Morgan Stanley Chart zeigen beauftragt, eine Auktion in Gang zu setzen. Eine Sprecherin des in Unterföhrung ansässigen Medienkonzerns wollte gegenüber manager-magazin.de keine Stellungnahme abgeben.

Offiziell hatten die Eigner seit dem geplatzten Verkauf an den Springer-Konzern beteuert, die Gruppe vorerst behalten zu wollen, so die "FTD" weiter. Die Eigentümer - neben Saban sind dies Finanzinvestoren wie Hellman & Friedman und Providence - wollen der Zeitung zufolge die gute Entwicklung auf dem TV-Werbemarkt ausnutzen.

Das gute Geschäftsumfeld führe dazu, dass ProSiebenSat1 Chart zeigen in diesem Jahr noch einmal ein Rekordergebnis erwarten kann. Zudem dringen einzelne der acht Mitglieder des Konsortiums bereits seit Längerem auf einen Ausstieg, wie die Zeitung unter Berufung auf Angaben von Beteiligten berichtet.

Nachdem der Verkauf an Springer im Januar am Kartellamt gescheitert war, hatten die Eigner den Anschein zu vermeiden versucht, sie ständen unter Verkaufsdruck. Schon damals hatten sie den Angaben zufolge aber mit Interessenten gesprochen, etwa mit US-Medienkonzern NBC Universal und Finanzinvestoren wie Apax und Goldman Sachs Chart zeigen.

Im Juni schließlich meldete die Investmentgruppe, ProSiebenSat1 durch eine Fremdfinanzierung versilbern zu wollen. 1,25 Milliarden Euro sollten erlöst und die Einnahmen an die Investoren verteilt werden. Offensichtlich wurden die Pläne wieder verworfen.

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