Hamburg - "Durch unseren Einstieg wird Springer & Jacoby von der Schuldenlast befreit und kann aus eigener Kraft ihre Position als Top-Kreativagentur stärken", erklärt Lutz Schaffhausen, Vorstandsvorsitzender von Avantaxx. Das Elmshorner Unternehmen ist eine Beteiligungsgesellschaft, zu der auch die Werbeagentur Schaffhausen gehört.
"Wir sind sehr zufrieden und freuen uns über die Entscheidung", teilt Springer & Jacoby (S&J) mit. "Zusätzlich zu unserem bisherigen Leistungsspektrum können wir jetzt weitere Spezialdisziplinen mit anbieten, der Marke treu bleiben und das internationale Geschäft weiter vorantreiben."
S&J sucht bereits seit Herbst vergangenen Jahres einen neuen Besitzer. Der bisherige Eigentümer, die US-Werbeholding Interpublic, wollte sich aufgrund der andauernden Kritik an der Arbeit der Agentur von ihrem 51-Prozent-Anteil trennen.
Seit Monaten beschweren sich die Kunden über zu hohe Fluktuation und einen schwankenden Service. "Das Mutterschiff in Hamburg ist unfit", bilanzierte S&J-Chef Oliver Schwall im Oktober vergangenen Jahres im manager magazin. Jahrelang sei man fahrlässig mit den Ressourcen umgegangen und habe schlichtweg zu viele Menschen für zu wenige Aufträge eingestellt.
Im Dezember 2005 signalisierte dann endlich die Internetagentur Elephant Seven, eine ehemalige Tochter von S&J, Interesse an dem Unternehmen. Doch als die Agentur im Juni dieses Jahres mit Mercedes einen ihrer wichtigsten und längsten Werbekunden verlor, brach Elephant Seven die Übernahmepläne ab.
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