Donnerstag, 9. Februar 2012, 15:55 Uhr

manager magazin



30.10.2006
 

Web 2.0-Blog

Zukunftsmarkt oder Forum für Egozentriker?

Blogger sind nur "egozentrische Selbstreflektierer", sagen Kritiker. Sie tummeln sich in pseudo-rebellischen Diskussionsforen, den "Klowänden des Internets". Viele Werbestrategen sehen das ganz anders: Sie erkennen im Web 2.0 gewaltiges Marktpotenzial. Was denken Sie? Schreiben Sie uns Ihre Meinung.

Hamburg - Web 2.0 hat sich zu einem neuen Modewort entwickelt. Doch so harmlos es klingt, so kontrovers verlaufen die Debatten über das Internet zum Mitmachen. Sind Online-Gemeinschaften wie YouTube die Kommunikations- und Werbeplattformen der Zukunft? Oder formiert sich derzeit nur eine neue, gewaltige Internetblase? Welche Rolle spielen Weblogs?

Web 2.0: Zukunftsmodell oder neue Internetblase?
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Web 2.0: Zukunftsmodell oder neue Internetblase?

Die Meinungen gehen weit auseinander. Für heftige Diskussionen sorgte die Aussage von Jean-Remy von Matt, Chef der Werbeagentur Jung von Matt, der Weblogs pauschal als "Klowände des Internets" bezeichnete.

Durch die Blogs geisterte auch ein Zitat von Lars-Christian Cords, Partner der PR-Agentur Fischer-Appelt: "99 Prozent dessen, was das Web 2.0 ausmacht, ist immer noch das Ergebnis egozentrischer Selbstreflektierer."

Mit einer etwas dezenteren Aussage reihte sich auch Bertelsmann-Chef Gunter Thielen in die Gruppe der Skeptiker ein: Im Internet sieht er zwar Wachstumschancen, kritisiert jedoch die hohe Bewertung einiger Internetfirmen: "Wir stecken schon wieder mitten in einer Preisblase".

Mehr zum Thema in:
manager magazin 11/2006

Klicken statt glotzen

Der neue Internetboom verändert die Werbung von Grund auf. Lesen Sie mehr im manager magazin 11/2006 ab S. 188.

Inhalt
Dieser Eindruck mag sich bestätigen, blickt man auf den jüngsten Deal des Internetkonzerns Google Chart zeigen, der für die Übernahme des Videoportals YouTube stolze 1,3 Milliarden Euro bezahlt hat. Google-Manager zeigen sich jedoch überzeugt, ein erfolgreiches Geschäft abgeschlossen zu haben: "Wir wissen, dass die nächste Evolutionsstufe des Internets auf einer audiovisuellen Basis aufbauen wird", sagte Nordeuropa-Chef Philipp Schindler. Allein in Deutschland nutzten im August nach Angaben von Nielsen Netratings mehr als drei Millionen Menschen das Angebot - und machten es so zu einer attraktiven Plattform für Werbekunden.

Schreiben Sie uns Ihre Meinung zum Web 2.0. Wir werden Ihre Zuschriften dann gebündelt auf unsere Seiten stellen.

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