Die Suche nach Bildern soll künftig nicht nur über Schlüsselwörter funktionieren, sondern auch Bildstrukturen automatisch erkennen und auswerten. Das Bild einer roten Rose etwa würde mit anderen Bildern mit ähnlichen Farb- und Formstrukturen verglichen werden. Auf diese Weise könnten weitere Bilder gefunden werden, die noch nicht beschrieben wurden. So soll die Bildsuche wesentlich schneller werden.
Schon jetzt wird er im Deutschen Bundestag für die Analyse von Parlamentsdebatten eingesetzt. Das Programm erkennt Wörter und Sätze in den auf Video aufgezeichneten Debatten und kombiniert sie über einen Zeitstempel mit den schriftlichen Aufzeichnungen der Debatten. So lässt sich nicht nur das Protokoll, sondern auch die Videoaufzeichnung nach bestimmten Wörtern und Phrasen durchsuchen. Quaero will aber Audioaufnahmen nicht nur in Text verwandeln, sondern auch in andere Sprachen übersetzen - ideal wäre das etwa für Parlamentsdebatten in Strassburg.
Eine europäische Alternative zu Google
soll Quaero nicht werden, obgleich der französische Präsident Jacques Chirac das Projekt so angekündigt hatte. "Quaero ist keine Allianz gegen Google und andere", betont Wolfgang Wahlster, der als Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz den deutschen Projektantrag verantwortet. Das Gegenteil sei der Fall: "Viele Quaero-Partner arbeiten mit Google und anderen Betreibern von Suchmaschinen zusammen."
So werden die beteiligten Unternehmen die von ihnen entwickelten Quaero-Produkte wohl an andere Unternehmen lizenzieren - nicht aber eine Google-ähnliche Suchplattform erschaffen.
Christiane Schulzki-Haddouti, ddp
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