Bonn - Mit dem Projekt entwickelt das Forscherteam eine effektivere, intuitiv zu bedienende Suchtechnologie. Die neue Suchmaschine soll die Dokumente automatisch erkennen, indexieren und finden können - und das in mehreren Sprachen. Und sie wird den Entwicklern zufolge Antworten auf frei formulierte Fragen liefern.
Im Krankenhaus sollen Ärzte schneller auf medizinische Daten in Text-, Audio- und Bildform zugreifen können und auch bei der Digitalisierung der Bestände der Deutschen Bibliothek soll die neue Suchtechnik eine wichtige Rolle spielen.
Für die Entwicklung der neuartigen Suche will Quaero von Nutzern vergebene Stichwörter mit Standardvokabular verbinden. Nutzer von erfolgreichen Internetdiensten wie der Fototauschplattform Flickr verwenden selbst gewählte Stichwörter, mit denen sie Bilder und Personen beschreiben. Damit entsteht ein individuelles Stichwortregister, das das Suchen, Finden und Navigieren in großen Informationsmengen vereinfacht.
Weil Menschen ihre eigenen Stichwörter entwickeln und individuell zuordnen, entstehen aber auch viele unterschiedliche Informationsräume. Sie überlappen sich nur teilweise, mitunter können falsche Einordnungen für andere die Suche erschweren.
Deshalb wollen die Forscher diese Vorgehensweise mit dem strengeren Ansatz des so genannten semantischen Webs verknüpfen. Es beschreibt Dokumente mit einem standardisierten Vokabular und stellt Inhalte so dar, dass sie von Computern verstanden werden können. Hilfreich sind etwa Daten, die bereits bei ihrer Entstehung erzeugt werden - wie Datei- und Ordnernamen, Datum, Autor und Ort.
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