Frankfurt am Main - Für die Mittelstands- und Großkundensparte Business Services der Telekom-Tochter T-Systems gilt seit Mitte September ein 29-Punkte-Sparprogramm, das massive Kostensenkungen vorsieht.
Die interne Sparliste des Unternehmens verbietet dem Magazin "Wirtschaftswoche" zufolge nicht nur Inlandsflüge, Weihnachtsfeiern oder die Beschaffung neuer Dienstwagen, sondern untersagt auch Buch- und Zeitschriftenbestellungen.
Ferner kappt T-Systems dem Bericht zufolge im Mittelstandsgeschäft neben sämtlichen Aufträgen für Leih- und Zeitarbeiter auch alle internen Lehrgänge, Qualifizierungs- und Fortbildungsmaßnahmen. Außerdem sollen die Mitarbeiter Handytelefonate einschränken und die Nutzung von Hotspots vermeiden.
"Das Sparprogramm setzt bei jedem einzelnen Mitarbeiter an", erklärte Unternehmenssprecher Stefan König gegenüber manager-magazin.de. Beispielsweise werde auf internen Meetings kein Catering mehr zur Verfügung gestellt. "Das heißt aber nicht, dass die Mitarbeiter keinen Kaffee mehr bekommen."
Bis Ende des Jahres müssen rund 17.000 Mitarbeiter den Rotstift ansetzen. "Bis dahin werden auch keine großflächigen Projekte mehr genehmigt", sagte König. Beispielsweise könnten Produktflyer, die bis jetzt noch nicht genehmigt wurden, in diesem Jahr im Regelfall nicht mehr produziert werden.
Das Sparprogramm bei T-Systems baut auf einem Sieben-Punkte-Plan auf, den Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke Anfang September verkündet hatte. Allein der IT-Aufwand soll demnach bis 2010 um eine Milliarde Euro gesenkt werden. Das Sparpaket sieht beispielsweise vor, Ausgaben für Vertrieb und Verwaltung zu kürzen.
manager-magazin.de mit Material von dpa
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