Magdeburg - In den Mainframe-Rechenzentren ist die Technologie Virtual Tape, die jetzt allmählich auch in die Linux- und Windows-Welt Einzug hält, schon seit Jahren gängige Praxis. Auch wenn sie viele Arbeiten im Speichermanagement, vor allem in den Bereichen Backup & Recovery sowie Verfügbarkeitsmanagement erleichtert und beschleunigt, beobachteten die Systemmanagement-Experten der Computer Measurement Central Europe (CECMG) auf ihrer letzten Jahrestagung in Magdeburg einen gefährlichen Trend: Den Abschied vom Spacemanagement.
Der Grund ist einfach: Da die Magnetbänder beispielsweise für die Datensicherungsläufe nur noch virtuell sind und die Daten auf schnellen Magnetspeichern zwischengelagert werden, entfallen die Beschränkungen durch die Kassettenkapazität sowie durch die während der Backup-Zeit gesperrten Zugriffe auf die Datenbestände.
"Solche Restriktionen haben die Systemadministratoren in der Vergangenheit zum sparsamen Umgang mit der Ressource Speicher gezwungen", erklärt Gerd Becker von Emprise Network Consulting. Der Experte hat gefährliche Aufweichungstendenzen im Spacemanagement beobachtet, das zu Zeiten knapper Speicherressourcen noch zu den fest in jedem Rechenzentrum (RZ) etablierten Systemmanagement-Disziplinen zählte.
Dieser Gastbeitrag ist im Fachmagazin "IT-Director", Heft 7-8/2006 erschienen
"Das rasante Wachstum der Datenmengen, die gleichzeitige Forderung nach hoher Verfügbarkeit und bestmöglichem Schutz vor Datenverlusten zwingen die Unternehmen mehr denn je, zukunftsorientierte Strategien für ihre Speicherinfrastruktur zu entwickeln", so Becker. Die Rationalisierung im Storagemanagement sei daher nach wie vor notwendig und sinnvoll.
© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH