Von Andreas Schmitz
Kliniken mit eigenen IT-Töchtern
Doch das ist noch nicht das einzige Problem, erklärt von Eiff: Eine weitere Restriktion liege im Datenschutz. Für die Weitergabe der Daten ist eine gesonderte Autorisierung nötig, um Missbrauch von Daten aus der Patientenakte auszuschließen. Da allerdings das Abrechnungssystem der Ärzte eng mit der Patientenakte verknüpft ist, ist ein Sicherheitsrisiko immer da.
Größere Krankenhausketten wie beispielsweise das Rhön-Klinkum
Organisationseinheiten auszugliedern, die eine "enge ablauforganisatorische Verzahnung" zum Kerngeschäft, wie etwa der Radiologie oder Anästhesie, haben, hält von Eiff für problematisch. Das Unfallkrankenhaus Berlin-Marzahn etwa hat die Radiologie abgespalten, aber nicht die IT als Einzeldisziplin.
Dienstleistungen wie Röntgenaufnahmen und Schichtbilder dienen dem Krankenhaus als Hilfsmittel, Aufgaben der Heilung bleiben als Kerngeschäft erhalten. Verwaltungschef Heßling ist froh, dank des Fünfjahresvertrags nun einen Dienstleister zu haben, der in die unternehmerische Verantwortung tritt.
Lange Jahre gab es in vielen Kliniken lediglich eine Finanzbuchhaltung und eine Patientenaufnahme auf EDV-Basis. Doch selbst auf Letzteres war die Prozesskette der Klinik nicht eingestellt. "Es kam zu Mehrfachaufnahmen der Patienten", so beschreibt Heßling die Situation in Kliniken bis 1995.
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