München - Der Rechtevermarkter und Fernsehsender-Betreiber EM.TV
hat im ersten Halbjahr trotz steigender Umsätze nahezu genauso viel verdient wie in den ersten sechs Monaten 2005.
Schwache Gewinnentwicklung: Unter dem Strich verdiente die Medienfirma EM.TV im ersten Halbjahr 200.000 Euro.
Der Umsatz sei auch wegen der neuerlichen Vollkonsolidierung der Plazamedia-Tochter Creation Club und des Produktionsunternehmens Yoram Gross angestiegen, teilte EM.TV mit. Der stagnierende Gewinn sei vor allem auf Sondereffekte im Finanzergebnis zurückzuführen. Die Abschreibung der Beteiligung am Auktionskanal Mega/Vision sowie die Kosten für die Umschuldung einer Unternehmensanleihe hätten den Gewinn vor Steuern um rund fünf Millionen Euro gedrückt.
Vor Abschreibungen habe das Betriebsergebnis (Ebitda) rund 13 Prozent auf knapp 14 Millionen Euro zugelegt. Vor allem im Segment Sport habe die Firma Zuwächse verzeichnet. Die Fußball-Weltmeisterschaft habe diesen Bereich belebt, hieß es. Die EM.TV-Tochter Plazamedia produzierte einige Spiele des Sportspektakels, darunter auch das Finale.
Trotz der Einmalbelastungen bekräftigte EM.TV seine Ziele für das laufende Jahr. Der Umsatz soll 2006 etwa 250 Millionen Euro betragen und das operative Ergebnis zwischen acht und zehn Millionen Euro liegen.
Der drohende Lizenzverlust des Wettanbieters Betandwin in Deutschland mache EM.TV wenig zu schaffen, hieß es am Dienstag weiter. Die Österreicher zählen zu den wichtigsten Werbekunden des EM.TV-Sportkanals DSF.
Die Einschränkung privater Sportwetten werde den EM.TV-Gewinn nur gering belasten. "Sie kann für das Jahr 2006 zu einer Ergebnisbeeinträchtigung in Höhe eines niedrigen siebenstelligen Betrages führen", teilte EM.TV weiter mit. Die Pläne für ein eigenes Wettangebot im Inland lägen vorerst auf Eis. EM.TV hatte eigentlich auf eine Liberalisierung des Sportwettenmarkts gehofft und wollte groß in das Geschäft einsteigen. Außerhalb Deutschlands werde der Konzern jedoch wie geplant ein Sportwettenangebot aufziehen.
manager-magazin.de mit Material von dpa und reuters
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