Von Hadi Stiel
Geringe Festkosten
"Neben einer geringen Installationsgebühr fallen nur die monatlichen Raten an. Sie orientieren sich am Verbrauch", kehrt Becker den Reiz der variabler Servicekosten gegenüber den hohen Fixkostenblöcken des Eigenbetriebs heraus. Für einen zügigen Ausbau von Managed-Serviceofferten hat nicht nur Alcatel in puncto Software kräftig aufgerüstet. Auch bei Avaya können die Provider neben der Hardware das komplette VoIP-Softwareangebot beziehen.
Avaya-Manager Andreas von Meyer zu Knonow sieht über die Provider-Offerten Video-Conferencing einschließlich Online-Collaboration in den Unternehmen in Kürze Fuß fassen. "Gerade in Europa sehen dafür die Bandbreiten-Voraussetzungen gut aus", so Meyer zu Knonow.
Im Hintergrund geht Avaya gemeinsam mit IBM in die Videokonferenz-Offensive, um damit dem Application- und Document-Sharing gleich mit den notwendigen Markt-Push zu verleihen. VoIP-Hard- und -Software von Avaya kommt unter anderem bei Colt Telecom, QSC, British Telecom und Equant, aber auch bei regionalen Providern wie TCC gut an. Vorerst sind hier Telefonie- und Unified Messaging-Dienste via IP-Schnittstelle auf Abruf zu haben. Olaf Brauckhoff, Consultant bei TCC, wirbt gegenüber den Unternehmen für einen "sanften VoIP-Serviceeinstieg, ohne dafür mit hohen Startinvestitionen in Vorlage treten zu müssen".
In Deutschland gibt es fast keinen Provider, bei dem nicht Cisco die VoIP-Karten mitmischt. Parallel geht der Hersteller mit Unified Communications in die Vermarktungsoffensive, zur Bündelung aller drei Kommunikationsformen über das Internet-Protokoll. Darüber erschließt sich den Abnehmern ein weites Feld an Sprach-/ Daten-/Video-integrierten Anwendungen. Durch das Arbeiten mit Präsenzinformationen weiß das Netz selbsttätig, wer wann wo erreichbar ist.
Für einen raschen Einstieg ins VoIP-Zeitalter mit seinen produktiveren, weil Sprach-/Daten-/Video-integrierten Diensten und Anwendungen spricht Cisco-Manager Ernst Engelmann zufolge auch der mittlerweile hohe Reifegrad des Komplettpakets.
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