Von Frank Patalong
Am Anfang war das Spiel
Mitte der 70er entwickelten Steve Jobs und Steve Wozniak den Apple I und damit das Konzept eines "persönlichen" Computers. Die etablierte IT-Industrie - und hier namentlich IBM, das zu dieser Zeit über eine marktbeherrschende Stellung verfügte - lachte zunächst über die "Spielzeuge": Ihre Mainframe-Rechner leisteten schließlich echte Arbeit. Die kleinen Rechenknechte konnten da natürlich nicht mithalten.
Dafür ließen sie sich aber anders nutzen: zum Spielen zum Beispiel.
| Der IBM-PC 5150 | |
| Verkauf | 1981-1987 |
| Preis (USA) | ab 1600 Dollar |
| Prozessor | Intel 8088 |
| Taktfrequenz | 4,77 MHz |
| Arbeitsspeicher | 16 kb, später bis zu 640 kb |
| Speichermedien | Bandkassetten, Floppy-Disks, später auch Festplatten |
| Grafik | Monochrome 80x25, nur Text, alternativ CGA mit 2 oder 16 Farben, Auflösung 640x200 oder 320x200 |
| Betriebssystem | PC-DOS (Microsofts MS-DOS) |
Zumal sich mit den Dingern ja nicht nur spielen ließ, sondern auch Briefe schreiben oder Wurzeln ziehen (was für ein Argument bei den Verhandlungen mit den Eltern!). Vier Jahre nach Veröffentlichung des Apple I konkurrierten bereits eine ganze Reihe von Bausatzrechnern um den entstehenden Markt - und jetzt wachte auch der Branchenriese IBM auf.
Der hatte die nötigen Einzelteile zur Konstruktion eines "PC" durchaus im Regal, bisher daran aber kein Interesse gezeigt. Mitte 1980 änderte sich das: Die Entwicklungsabteilung bekam den dringenden Auftrag, schnellstmöglich ein verkäufliches Modell zu kreieren. Der Prototyp stand nach wenigen Monaten. Die Arbeit, selbst ein Betriebssystem zu entwickeln, machte sich IBM gar nicht: Microsofts DOS zu lizenzieren schien der bequemere Weg. Schon Ende 1981 stand darum der fertige IBM 5150 in den Läden.
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