11.08.2006
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25 Jahre IBM-PC

Als die Dose unser Leben veränderte

Von Frank Patalong

Braucht der ganz normale Mensch einen persönlichen Computer? Vor drei Jahrzehnten schien die Antwort klar: Natürlich nicht! Wozu auch? Dann kamen Jobs und Wozniak, Commodore und Atari, vor allem aber Gates und IBM - und unser aller Alltag begann sich von Grund auf zu verändern.

Hamburg - Mitte der 80er Jahre irrlichterte ein Thema durch die journalistische Branchenpresse, heiß diskutiert von Gewerkschaftern wie Akademikern: Wie würde der drohende Einzug von Computertechnik das eigene Berufsbild verändern? Praktiker wie Theoretiker befürchteten Schlimmstes. Würden aus Redakteuren nun Redaktroniker? Sekretärinnen arbeitslos? Altgediente Profischreiber als Informatik-Legastheniker aufs Abstellgleis entsorgt?

Präventiv wurden Ende des Jahrzehnts schon einmal die Ausbildungspläne aufgebohrt für die neuen Informatiker-Informationsbeschaffer. Nichts, menetekelten die Weitsichtigen, bleibe so, wie es einmal war.

Zum Glück hatten sie Recht - nur gingen die Veränderungen unserer Lebens- und Arbeitswelt viel weiter, als sich das vor 20 Jahren irgendjemand hätte vorstellen können. Und das natürlich nicht nur in der Medien- und Kommunikationsbranche, sondern überall. In der Rückschau spricht man heute gar von einer Zeitenwende. Der Beginn der massenhaften Verbreitung von Rechnern markiert den endgültigen Übergang von der Industrie- zur Informationsgesellschaft.

Vergleichen Sie: Ihr Leben 1980 und heute

Man muss sich so etwas selbst einmal klarmachen: Wir sind eine Generation, die eine Veränderung der Lebenswelt durch Einführung einer neuen Technik erlebt hat, wie es sie seit Erfindung des Automobils nicht mehr gegeben hatte. Im Vergleich zur Durchdringung des Alltags mit Digitaltechnik war selbst der Einzug des Fernsehens fast eine Bagatelle.

Angefangen hatte das alles Mitte der 70er Jahre. Jahrzehntelang waren Computer klobige, meist als bedrohlich empfundene, schwer zu begreifende Kisten gewesen, mit denen nur wenige Menschen praktische Erfahrungen hatten. Im Film waren es zumeist wahnsinnige Wissenschaftler, die seelenlose Computertechnik zum Schaden der Menschheit missbrauchten. Im Arbeitsleben befürchtete man vor allem Rationalisierungen - also Jobverluste - durch die digitale Technik. In seinem Kultfilm "2001" trieb Stanley Kubrick solche Ängste auf die Spitze: Hier rationalisierte der außer Kontrolle geratene Superrechner HAL den größten Teil des menschlichen Personals gleich per Mord weg.

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