Donnerstag, 9. Februar 2012, 19:57 Uhr

manager magazin



25.07.2006
 

Axel Springer

Wachstum im Web

Der Medienkonzern baut sein Geschäft im Onlinebereich aus und kauft die Preis- und Produktsuchmaschine Idealo. Auf dem Portal können Nutzer vor allem Preise für elektronische Konsumgüter vergleichen. Mit dem Kauf werde ein dynamisch wachsendes Segment im Internet erschlossen, sagte Konzernvorstand Andreas Wiele.

Frankfurt am Main - Die Axel Springer AG Chart zeigen hat die Mehrheit an der Berliner Idealo Internet erworben. Das teilte der Verlag am Dienstag mit. Das vor sechs Jahren gegründete Unternehmen betreibt die Preis- und Produktsuchmaschine Idealo.de. Mit dem Kauf werde ein dynamisch wachsendes Segment im Internet erschlossen, sagte Konzernvorstand Andreas Wiele.

Ab sofort Teil der Axel Springer AG: Das Preisvergleichsportal Idealo
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Ab sofort Teil der Axel Springer AG: Das Preisvergleichsportal Idealo

Der Finanzinvestor Peter Jungen habe sich von seinen Anteilen getrennt, teilte Springer mit. Die Gründer und Manager Martin Sinner, Albrecht von Sonntag und Christian Habermehl hielten weiter die restlichen Anteile. Zum Kaufpreis wurden keine Angaben gemacht.

Ein Verlagssprecher sagte auf Nachfrage, dass die Axel Springer AG nunmehr 74,9 Prozent an dem Unternehmen halte. Sinner und von Sonntag würden auch weiterhin Geschäftsführer von Idealo Internet sein. Idealo bietet auf seinen Internetseiten einen kostenlosen Preisvergleich für rund 150.000 Produkte an, insbesondere für elektronische Konsumgüter. Hinzu kommen Flüge, Software-Titel, Tonträger, Filme und Bücher.

Springer, das nach der Bertelsmann AG zweitgrößte deutsche Medienunternehmen, hatte nach der Anfang des Jahres gescheiterten Übernahme von ProSiebenSat.1 Chart zeigen Zukäufe unter anderem auch im Bereich der digitalen Medien angekündigt. Der Medienkonzern will die Marktführerschaft im Zeitungs- und Zeitschriften-Geschäft ausbauen und sucht Expansionsmöglichkeiten im Ausland.

Bekannteste Internet-Plattform des Verlags ist "Bild.T-Online", ein Joint Venture mit der Deutsche-Telekom-Tochter T-Online. Mehrheitlich beteiligt ist Springer auch am Immobilienportal Immonet. An dem Online-Stellenmarkt Stepstone hält Springer 49,9 Prozent, außerdem ist der Konzern an den Internet-Buchportalen Buecher.de und Booxtra sowie am Spieleportal Gamigo beteiligt.

vwd, reuters, dpa

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