18.07.2006
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Internetbörse

1.., 2.., leih!

2. Teil: Schlechte Wirtschaftslage, hohe Mietaufträge

Schlechte Wirtschaftslage, hohe Mietaufträge

Rund 3000 überwiegend professionelle Vermieter bieten inzwischen ihr Arsenal via Erento an, 120.000 Mieter sind registriert. Etwa 2200 Kategorien sollen die Suche erleichtern.

Besonders gefragt: Wohnmobile für den Urlaub werden nur kurz benötigt und sind verhältnismäßig teuer
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Besonders gefragt: Wohnmobile für den Urlaub werden nur kurz benötigt und sind verhältnismäßig teuer

Von der allgemeinen Konjunktur ist das Mietgeschäft wenig abhängig, im Gegenteil: "Geht es den Unternehmen schlechter, wird eher gemietet als gekauft", stellt Müller fest. Immerhin sind 63 Prozent der Mieter gewerblich, zu den regelmäßigen Kunden zählen auch Behörden und Städte. "Einige Städte mieten im Winter zum Beispiel mobile Eislaufbahnen, im Sommer Klimageräte für die Ämter", so der Gründer.

Auch auf Seite der Vermieter wirken konjunkturelle Flauten förderlich für das Geschäft. "Ein Bauunternehmen kann seine teuren Spezialmaschinen doch vermieten, wenn es sie selbst nicht braucht", empfiehlt Möller.

Erento bekommt 2 Prozent von der Leihgebühr

Der Gründer hatte allerdings selbst mit Anfangsschwierigkeiten zu kämpfen. "Als wir anfingen, wollten die Geldgeber vom Internetbusiness nichts mehr hören", erinnert sich Möller. Inzwischen hat das Unternehmen mit Sitz in Berlin und Duisburg auch ohne Kapitalgeber 25 Mitarbeiter und schreibt schwarze Zahlen. Der Unternehmer verlangt 2 Prozent von der Leihgebühr, plus 69 Cent Einstellgebühr.

"Ich mache 95 Prozent meines Umsatzes über das Internet und muss meine Flotte deswegen ständig vergrößern", berichtet Wohnmobilvermieter Dieter Konkol aus Metzingen. "Das läuft so gut, dass mich mein Unternehmensberater schon gefragt hat, wie ich das gemacht habe." Weil er genau sehe, wie viele Interessenten für ein Wohnmobil schließlich auch eine Anfrage starten, könne er aus der Differenz schließen, ob sein Angebot stimmt.

Immerhin 40 Prozent seines Geschäfts macht Berthold Klotz mit seinen Special Cars im Internet, darunter eine Reihe Ferraris. "Das Internet wird immer wichtiger, inzwischen schaut jeder zuerst da rein", so Klotz.

Frank Christiansen, dpa

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