Donnerstag, 9. Februar 2012, 14:25 Uhr

manager magazin



29.06.2006
 

Web 2.0

Andere arbeiten lassen

Von Christian Rickens

5. Teil: StudiVZ.de

4. StudiVZ.de

Worum geht's? Ein deutsches Web-2.0-Start-up mit eindeutigem US-Vorbild: Pate für StudiVZ stand die amerikanische Onlineplattform Facebook. Bei Facebook lassen sich Onlinegemeinschaften für College-Studierende und Alumnis einrichten. So ähnlich läuft es beim deutschen Pendant StudiVZ.

US-Plattform stand Pate: StudiVZ-Gründer (v.l.n.r.) Michael Brehm, Ehssan Dariani, Dennis Bemmann
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US-Plattform stand Pate: StudiVZ-Gründer (v.l.n.r.) Michael Brehm, Ehssan Dariani, Dennis Bemmann

Studierende und alle, die sich als solche ausgeben, können nach Kommilitonen suchen, die das gleiche Fach belegen, auf die gleiche Prüfung lernen oder vielleicht auch nur den gleichen Musikgeschmack teilen. Zudem lassen sich beliebige Untergruppen anlegen, zum Beispiel "Leipzig by Night."

Wer macht's? Das Gründerteam besteht aus den drei Twens Ehssan Dariani, Dennis Bemmann und Michael Brehm - wobei Bemmann und Dariani selbst noch Studenten sind. In der Berliner StudiVZ-Zentrale arbeiten derzeit rund 20 Angestellte.

Wie läuft's? Seit Februar 2006 ist StudiVZ online, inzwischen tummeln sich 80.000 Mitglieder aus 500 Hochschulen in rund 4000 Untergruppen. Zwischen einem Drittel und der Hälfte der registrierten Nutzer besuchen das Portal täglich, die durchschnittliche Verweildauer liegt bei 20 Minuten.

Virtuelle Wohngemeinschaft: Studierende mit gleichen Interessen können sich bei StudiVZ zusammenschließen
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Virtuelle Wohngemeinschaft: Studierende mit gleichen Interessen können sich bei StudiVZ zusammenschließen

Für die Mitglieder soll das Unternehmen auch in Zukunft kostenfrei bleiben. Finanzieren will sich StudiVZ in erster Linie über Onlinewerbung. Von relevanten Umsatzdimensionen sind die Gründer allerdings noch recht weit entfernt. Einstweilen finanzieren einige Business Angels den Aufbau des Geschäfts, unter ihnen auch Lukasz Gadowski, der Gründer von Spreadshirt.net.

Was kommt? Zunächst einmal weiteres Wachstum. Bereits für Ende 2006 rechnen die Gründer mit 1,5 Millionen Nutzern. Der nächste Expansionsschritt von StudiVZ soll noch im laufenden Jahr ins europäische Ausland führen: Eigene Seiten für Polen, Skandinavien, Frankreich, Spanien und Italien sind in Planung.

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