Cascais - Der Trend zur Auslagerung ganzer Geschäftsprozesse in Niedriglohnländer ist ungebrochen - vor allem wenn es um die elektronische Datenverarbeitung geht. Der indische IT-Branchenverband Nasscom (National Association of Software and Service Companies) geht davon aus, dass die Exporte von Software und IT-Dienstleistungen im vergangenen Fiskaljahr 2005/2006 um knapp ein Drittel auf 23,4 Milliarden Dollar gestiegen sind. Bis zum Jahr 2010 soll ein Jahresumsatz von 60 Milliarden Dollar erreicht werden.
Die großen IT-Dienstleister wie Accenture oder IBM
IBM hat seine Belegschaft in Indien inzwischen auf 42.000 aufgestockt und will in den kommenden drei Jahren sechs Milliarden Dollar in Indien investieren. Nur in den USA beschäftigt der Computerkonzern mehr Mitarbeiter. Zum Vergleich: Die indische Infosys hatte im Geschäftsjahr 2005 rund 36.000 Beschäftigte.
Die hohe Nachfrage nach indischen Spezialisten lässt aber auch die Gehälter steigen, wodurch die Margen der IT-Dienstleister vor Ort unter Druck geraten. "Während sich die Umsätze der zehn führenden indischen Dienstleister in den letzten fünf Jahren verdoppelt haben, sind die Personalkosten wesentlich schneller gestiegen", sagt Matzke. "Entsprechend steigen auch die Tagessätze der Berater." Ständiger Personalwechsel belaste zudem die Kundenbeziehungen. "Die Loyalität der Mitarbeiter ist oft nicht sehr ausgeprägt", sagte Matzke.
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