Von Lothar Lochmaier
Nach Angaben des Wirtschaftsmagazins Capital setzen mittlerweile fünf der 30 deutschen Dax-Unternehmen Corporate Blogging aktiv ein. So gibt etwa Siemens-Chef Klaus Kleinfeld im Internet seine Eindrücke einer Asien-Reise zum Besten und der Automobilhersteller BMW
präsentiert sein Engagement beim Americas Cup in dem eigens dafür eingerichteten Weblog BMW Oracle Racing. Auch SAP-Firmenchef Henning Kagermann will ein Onlinejournal mit einer Themenmischung von Software bis hin zu Fragen der sozialen Gerechtigkeit ins Netz bringen.
Doch bei aller Euphorie über die neue Technologie ist Vorsicht angebracht. "Wenn ein Unternehmen ein allzu aufwändiges Kommunikationsfieber mit Weblogs betreibt, macht es etwas falsch“, warnt der Internetberater Martin Roell. Er empfiehlt, zunächst herauszufinden, ob sich die Beschäftigung mit Weblogs überhaupt lohnt.
Bei einer sorgfältigen Herangehensweise ist Corporate Blogging nicht nur etwas für die Großen. Unternehmen sollten darauf achten, ihre Kunden nicht mit zusätzlichem Informationsmüll zu belästigen, sondern sie nur mit relevanten Informationen zu versorgen.
Ein Beispiel, wie es funktionieren kann, liefert Solifer, ein Anbieter von Sonnenwärmesystemen, auf seiner Internetplattform Sonnenfleck. "Wir betreiben kein Corporate Blogging, sondern kommunizieren mit unseren Kunden, indem wir darüber schreiben, was wir machen und wie wir denken. Das rechnet sich, weil so die Kunden mehr wissen, bevor sie kaufen und damit bessere, weil gebildetere Kunden sind", bringt es Timo Leukerfeld, Geschäftsführer von Solifer Solardach in Freiberg, auf eine einfache Formel.
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