Wie Windows
Beim ersten Einsatz des U3-Sticks wird eine kleine Anwendung gestartet, und es können die gewünschten persönlichen Einstellungen vorgenommen werden. Aufgerufen werden die auf dem U3-Stick gespeicherten Dateien und Programme später über das so genannte Launchpad.
Dieses im Stick integrierte Programm ähnelt dem Startmenü von Windows. Nicht im U3-Format geschriebene Programme müssen dagegen - wie bei herkömmlichen USB-Speichern - über den Windows-Explorer geöffnet werden.
USB-Sticks mit U3-Technologie bieten einen weiteren wichtigen Nutzen - sie dienen als verschlüsselbarer Datenspeicher. Der Speicher besteht aus mindestens zwei Teilbereichen, so genannten Partitionen. Eine davon beherbergt das Launchpad. Sie wird vom Rechner behandelt wie ein CD-ROM-Laufwerk und ist somit leicht zugänglich.
Die zweite Partition ist wie der Speicher einer Festplatte angelegt und kann verschlüsselt werden. Hier liegen auch sämtliche vom Anwender gespeicherten Daten. Auf diese ist ein Zugriff nur mit dem durch den Benutzer festgelegten Passwort möglich. Verwendet wird hier die so genannte AES-Verschlüsselung mit 256 Bit. "Das ist ausreichend", sagt Lüders.
Perfekt sind aber auch die U3-Sticks nicht. Zu bemängeln sei, dass es keinen absoluten Schreibschutz für die Sticks gebe. "So können im Prinzip auch Viren vom PC auf den Stick schreiben", sagt Lüders. Zudem ist U3 nicht ganz ohne Konkurrenz: Das Programm "Carry it easy" lässt sich auf allen Wechselspeichern verwenden, die Windows erkennt.
Es bietet eine 128-Bit-Verschüsselung nach AES und soll vor allem dem Abgleich von Dateien und Ordnern sowie dem spurlosen Surfen im Internet dienen. Es lässt sich für 19,95 Euro von der Seite des Herstellers unter www.cososys.com herunterladen. Allerdings können unter "Carry it easy" Programme nicht direkt vom Wechselspeicher aus gestartet werden.
Eine Alternative könnte das Programm Ceedo sein, es dient wie U3 auch als USB-Startmenü und kann auch auf Speicherkarten verwendet werden. Der Haken ist allerdings: Das Programm gibt es noch nicht in Deutschland.
Sven Appel, dpa
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