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manager magazin



26.04.2006
 

Fußball WM

Fifa verliert gegen Ferrero

Der Lebensmittelkonzern darf weiter für die Fußball-Weltmeisterschaft werben. Das Oberlandesgericht Hamburg hob eine einstweilige Verfügung aus erster Instanz auf, die es Ferrero verbot, auf die Packung eines Schokoriegels den Hinweis "Unser DFB-Team Deutschland 2006" zu drucken.

Frankfurt - Der Süßwarenhersteller Ferrero darf gegen den Willen des Weltfußballverbandes Fifa mit Hinweis auf die Weltmeisterschaft für seine Produkte werben.

Strittiges Layout: Das Logo mit dem Begriff "Deutschland 2006" war der Fifa ein Dorn im Auge
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Strittiges Layout: Das Logo mit dem Begriff "Deutschland 2006" war der Fifa ein Dorn im Auge

Das Oberlandesgericht (OLG) Hamburg wies am Dienstag den Antrag auf eine einstweilige Verfügung der Fifa zurück, mit der die Organisation die Verwendung eines Ferrero-Logos stoppen wollte. Auf den Packungen der Schokowaffeln "Hanuta" und "Duplo", die Sammelklebebildchen mit Fotos der deutschen Nationalspieler enthalten, befindet sich ein Logo mit dem Hinweis "Unser DFB-Team Deutschland 2006".

Nach Auffassung des OLG darf Ferrero dieses spezielle Logo vorerst weiter verwenden, weil es lediglich auf die WM hinweist, wie eine Gerichtssprecherin erläuterte. Ein Hinweis auf den Veranstalter Fifa wäre ihren Worten zufolge hingegen nicht erlaubt. Eine Entscheidung über die allgemeine Verwendung des "Deutschland 2006" habe das Gericht nicht getroffen. In dem Eilverfahren sind keine Rechtsmittel mehr möglich, das Hauptsacheverfahren soll in Kürze vor dem Landgericht Hamburg beginnen.

Die Fußballorganisation hatte sich die Begriffe "Deutschland 2006", "WM 2006" und "Fußball WM 2006" markenrechtlich schützen lassen und war gegen Ferrero vorgegangen. Ursprünglich wollte Ferrero auf Sammelbildchen einen eindeutigeren Verweis auf die Fußball-WM 2006 in Deutschland abdrucken. Um Probleme mit der Fifa zu vermeiden, hatte das Unternehmen darauf verzichtet und nur die Begriffe "Deutschland 2006" und "Unser DFB-Team 2006" verwendet.

Das Bundespatentgericht hatte im September den Umfang der von der Fifa zur WM eingetragenen Wortmarken eingeschränkt. Am Donnerstag will sich der Bundesgerichtshof in Karlsruhe abschließend mit der Angelegenheit beschäftigen.

Die Sammelbild-Aktion bei den Produkten "Duplo" und "Hanuta" wird nach Unternehmensangaben schon seit 1982 anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaften und der Europameisterschaften in Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) durchgeführt.

manager-magazin.de mit Material von rtr und dpa

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