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21.04.2006
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Gründer-Kolumne

Die Ne(x)t Generation ist da!

Von Tobias Kollmann

4. Teil: Die Erfolgsfaktoren der Net Economy

Die Erfolgsfaktoren der Net Economy

Wenn man eines von Ebay&Co lernen konnte, dann dass diese Unternehmen auch in schweren Zeiten rigoros darauf bedacht waren, den Kunden einen wirklichen elektronischen Mehrwert und Zusatznutzen zu bieten und mit ständig neuen Ideen einfach einen Schritt voraus zu sein (siehe G-mail, Froogle, Google Earth, Google Talk, und die Versteigerung der Google-Aktien über eine Online-Auktion).

Versandhändler mit Web-Hintergrund: Amazon
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AP

Versandhändler mit Web-Hintergrund: Amazon

Amazon ist mit seinen Innovationen Vorreiter in der Branche. Das Unternehmen hat es geschafft, durch eine einmalige und intelligente (von Amazon selbst entwickelte und patentierte) Technik ein ganz gezieltes One-to-One Marketing zu verfolgen und somit eine extrem hohe Kundenbindungsrate zu verbuchen, die letztendlich für den anhaltenden Erfolg verantwortlich ist. Oder aber auch das neue Amazon-Connect, über das Buchautoren neuerdings mit potenziellen Lesern kommunizieren können. All das sind Innovationen, die dem Kunden einen elektronischen Mehrwert bieten.

Die Zukunft der Net Economy

Nun, der Markt wächst und braucht jetzt nach der Bereinigung weitere Ideen und Konzepte, damit er sich aus eigener Kraft weiter entfalten kann und sich nicht auf den Lorbeeren der Großen ausruht. Es ist richtig, die momentane Situation als Chance und Herausforderung zu sehen und die Fehler der Vergangenheit als Erfahrung zu verbuchen. Es gibt noch viele Nischen, die es zu besetzten gilt.

Außerdem entstehen durch die zunehmende Akzeptanz des Internets auch neue Bedürfnisse, die so vorher gar nicht existierten. Google ist erfolgreich geworden, weil das Unternehmen das Bedürfnis nach Übersicht und Strukturierung im Netz bei den Verbrauchern entdeckt hat und somit den Markt der Suchmaschinen besetzt und für sich gewonnen hat, obwohl vorher dieses Bedürfnis niemand ausdrücklich formuliert hat. Aber die ständigen Neuerungen und Veränderungen im Internet werden künftig keine Ausnahme sein, sondern werden zur Regel.

Das "e" verliert ein wenig an Besonderheit, da es zum Teil vieler Prozesse und Systeme wird und in Zukunft kaum mehr als separates oder isoliertes Asset wahrgenommen werden kann. Berücksichtigt man nun das anhaltende Wachstum und die zunehmende Integration des Internets in die normalen Geschäftsprozesse eines jeden Unternehmens, so tun sich Felder auf, die junge Unternehmen für sich gewinnen müssen. Sie haben das Potenzial und das Know-how, in der weltweiten Entwicklung des Marktes mitzuspielen und einen entscheidenden Beitrag zum Wachstum beizutragen.

E-Business ist keine Grippe, die wieder vorbeigeht. Was aber heute zählt ist eine seriöse Branchenexpertise mit dem Wissen um elektronische Wertschöpfungsprozesse und ein darauf aufbauendes fundiertes Geschäftskonzept. Eine Professionalisierung in der Unternehmensführung sollte mit innovativen und kreativen Ideen einhergehen, damit der neue Optimismus seine Berechtigung findet und das Internet als attraktiver Markt in die Wahrnehmung privater und institutioneller Investoren zurückfindet.

Wir sind auf dem besten Wege. Es gilt die vielfältigen Möglichkeiten in der Net Economy auszuschöpfen. Man denke da nur zum Beispiel an die unzähligen Möglichkeiten in Verbindung mit mobilen Lösungen, RFID (Radio Frequency Identification), EAI (Enterprise Application Integration), Business Intelligence, Portalen, virtuellen Marktplätzen, ERP (Enterprise Resource Planning), Online Kundenservice (eCRM), IT-Sicherheit, IT-Integration, WLAN, UMTS, VoIP, eGovernment oder die "eID" (biometrische Daten zur Authentifizierung) etcetera.

Dies sind nur einige Beispiele, die zeigen, dass es immer noch weiße Flecken in der Branchenlandschaft gibt und die Nachfrage nach innovativen Geschäftsideen in den kommenden Jahren zunehmen wird. Bei der Besetzung noch freier Nischenmärkte haben kleine und junge Unternehmen die nötige Flexibilität und Effizienz, die ihnen Möglichkeiten eröffnen. Hier sollten junge Gründer aber auch Investoren den Mut aufbringen, den Markt wieder voran zu treiben.

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