23.03.2006
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Suchmaschinen

Jenseits von Google

2. Teil: Auf die Frage kommt es an

Aber jede Antwort ist aber nur so gut wie die Frage, die gestellt wird. Je mehr Suchbegriffe genannt werden, desto größer ist die Chance, auf Verwertbares zu stoßen. Immer wieder füttern Nutzer die Eingabemaske mit ziemlich vagen Hinweisen, sagt Stefan Karzauninkat vom Suchmaschinenbetreiber "Seekport" in Hamburg.

Suchmaschine für den Alltagsgebrauch: Google
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AP

Suchmaschine für den Alltagsgebrauch: Google

Doch eine erfolgreiche Suche will wohlüberlegt und vorbereitet sein, erklärt der Autor des Ratgebers "Die Suchfibel". "Zunächst sollten Nutzer klären, was sie schon wissen und noch wissen wollen. Daraus ergibt sich wie und wen man fragen kann", erklärt Karzauninkat.

Wer zum Beispiel ein Benutzerhandbuch für ein bestimmtes Gerät sucht, werde mit der Eingabe der Bezeichnung und dem Begriff "Bedienungsanleitung" möglicherweise nur Werbeangebote erhalten aber nicht die Fundstelle. Hilfreich könne dann zum Beispiel die Ergänzung "Forum" sein, weil vielleicht jemand in irgendeiner Diskussionsrunde im Netz schon mal nach der gleichen Antwort gesucht hat. "Sich zu überlegen, wo die Antwort stehen könnte, kann entscheidend sein", rät Karzauninkat.

Natürlich liegt es nicht nur an den Internetsurfern, wenn Sinnloses, tote Links oder gar Werbemüll die Sicht auf nützliche Informationen versperren. Suchmaschinenunternehmen leben von Online-Reklame, zudem versuchen Webseitenbetreiber mit gezielten Tricks, ihre Inhalte möglichst prominent in den Trefferlisten zu platzieren. "Man kann Suchmaschinen leicht austricksen", sagt Wolfgang Sander-Beuermann. "Sie werden jeden Tag manipuliert, bei manchen klappt das besser, bei anderen schlechter", ergänzt Stefan Karzauninkat.

Wer sich nicht durch lange Trefferlisten zu den gewünschten Informationen klicken will, kann mit speziellen Befehlen seine Suche eingrenzen, erläutert Suchmaschinen-Experte Klaus Patzwaldt. Sie lauten bei den meisten Diensten ähnlich. "Wer nach Namen oder zusammenhängenden Begriffen sucht, sollte sie als Wortgruppe in Anführungszeichen setzen. Denn es gibt viele Schröders aber nur einen Altbundeskanzler "Gerhard Schröder"", sagt Patzwaldt.

Ebenfalls hilfreich kann die Verwendung eines Minuszeichens vor einem unerwünschten Begriff sein. Damit lassen sich zum Beispiel Reklametreffer ausschließen, wenn sich herausstellt, dass bei einer Suche immer wieder Preisvergleichs-Seiten oder Online-Shops mit den gleichen Werbe-Vokabeln auftauchen. Alternativ zu der Eingabe der so genannten Operatoren per Hand können Nutzer auch die "Erweiterte Suche" verwenden, wo jene Befehle meist automatisch integriert sind, empfiehlt Klaus Patzwaldt.

Berti Kolbow, dpa

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