Hannover/Berlin - Die meisten Nutzer durchforsten das Netz heutzutage mit der Suchmaschine Google
. Damit fahren sie nach Ansicht von Experten nicht schlecht. Doch ein Blick auf andere Suchmaschinen kann nicht schaden.
"Die eine richtige Suchmaschine gibt es nicht", sagt Wolfgang Sander-Beuermann, Leiter des Suchmaschinenlabors im Regionalen Rechenzentrum für Niedersachsen an der Universität Hannover. Jeder Suchdienst bewertet die Bedeutung von Internetseiten anders - deswegen unterscheiden sich die Trefferlisten zum Teil stark.
Was viele nicht wissen: Neben den drei großen allgemeinen Suchmaschinen Google, Yahoo
und MSN gibt es Hunderte weitere kleinere Suchdienste. Für eine erschöpfende Suche "muss man immer mehrere nehmen", sagt Sander-Beuermann. So genannte Metasuchmaschinen nehmen dem Nutzer dabei die Arbeit ab. Der nichtkommerzielle Dienst Metager der Universität Hannover beispielsweise durchsucht rund 30 deutschsprachige Quellen auf einmal.
Gezielter stöbern lässt sich in den vielen Spezialsuchdiensten. Sie lohnen, wenn regelmäßig Informationen in bestimmten Wissensbereichen gesucht werden. Die Spezialsuchdienste decken nur einen kleinen Teil des Internets ab und führen zu Seiten, die sich nicht selten exotischen Inhalten widmen. Sie sind etwa Anlaufpunkte für Modellbahner, Hundefreunde oder DDR-Nostalgiker.
Auch für wissenschaftlich Interessierte gibt es viele Suchdienste, zum Beispiel doe Portale forschungsportal.net, biologie.de oder digger.de. Bei letzterem "graben" Archäologiefans nach Informationen. Die Spezialschnüffler lassen sich ebenfalls mit Suchmaschinen finden. Viele Links bieten etwa die Seiten www.klug-suchen.de und www.searchcode.de.
Durch die Volltextsuchmaschinen etwas aus der Mode gekommen sind Webkataloge. Die redaktionell aufbereiteten Linkverzeichnisse bieten aber je nach Pflege einen guten - und werbefreien - Überblick zu verschiedenen Themengebieten, sagt Klaus Patzwaldt, Betreiber des Suchmaschinenmagazins @-Web in Berlin. Als größter deutscher Webkatalog gilt www.allesklar.de.
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