Von Werner Knopf
Passiv oder interaktiv?
Apropos Kaufentscheidung: Es ist genau diese Interaktivität, die die "neue" Qualität von Onlinewerbung ausmacht und interessant macht. Denn wenn der Nutzer auf eine Printanzeige drückt, passiert nichts. Klickt er dagegen auf Onlinewerbung, ist sofort ein direkter Kontakt, ein Dialog zwischen Unternehmen und potenziellen Kunden entstanden.
Tatsache ist: Onlinewerbung wird sich bezüglich der Akzeptanz auch in den etablierten Werbeagenturen genauso entwickeln, wie es die Promotions und das Direktmarketing getan haben. Nur noch schneller. Das liegt schließlich in der Natur der Sache, dem Medium Internet. Wer sich früher Promotions ausgedacht hat, war kein richtiger Werber. Echte Kreative machten nur Filme und Doppelseiten.
Spätestens als KNSK dann mit einem Mix - heute würde man das "integrierte"- oder aktuell, "ganzheitliche Kommunikation" nennen - aus klassischer Werbung, B2B und Below-the-Line-Aktivitäten für Lucky Strike den Grand Prix beim Art Directors Club gewann, wurden die Promotions salonfähig.
Deshalb bin ich dafür, gelungene Onlinewerbung häufiger zu prämieren. Das bringt sie voran. Ein hervorragendes Beispiel für das, was aus Onlinewerbung entstehen kann, ist der Baguette-Spot für Renault, der zurzeit im Fernsehen läuft. Eine tolle Idee, die zuerst Online lief und nun die Fernseher erobert. Ich bin gespannt, wie viele Preise die Agentur Nordpol damit einheimsen wird.
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