Da bewegt sich was
Einen PC mit gleich zwei Fernsehkarten zeigt der deutsch-japanische Hersteller Fujitsu-Siemens: Der "Deutschland PC VII" empfängt Satellitenfernsehen ebenso wie analoges Kabelfernsehen oder DVB-T. Zwei Festplatten mit zusammen 320 Gigabyte bieten genügend Platz, um Fernsehsendungen aufzuzeichnen. Den Rechner mit einem Athlon 64 4200+ als Prozessorherz gibt es ab 6. März für 999 Euro.
Dass es die PC-Hersteller nach wie vor nicht einfach haben, zeigen die mitunter verzweifelt wirkenden Zugaben, mit denen um Käufer geworben wird: Bei Fujitsu-Siemens gibt es zum "Deutschland PC VII" einen Gutschein für ein Wochenende mit einem Mietwagen dazu. Und wer bei Toshiba
Weil nach Musik und Fotos auch die bewegten Bilder verstärkt ins Netz drängen, nimmt der Bedarf an Internet-Bandbreite weiter zu. Für die Wohnung gibt es DSL bis sechs Megabit pro Sekunde, und auch unterwegs wird eifrig an den Bandbreiten gebastelt. Der neue WLan-Standard IEEE 802.11n für die drahtlose Internet-Anbindung an einzelne "Hotspots" überwindet die Schwelle von 100 MBit/s und erreicht theoretisch sogar 600 MBit/s.
Langsamer, aber dafür umfassender in der Flächenabdeckung ist HSDPA, die Weitentwicklung des Mobilfunkstandards UMTS. Nach dem Abschluss der Tests starten T-Mobile und Vodafone auf der Cebit ihre Angebote in dieser neuen Technik, die das UMTS-Tempo von 384 Kilobit pro Sekunde im Download auf 1,8 MBit/s fast verfünffacht.
Dass da noch mehr drin ist, demonstriert Vodafone
auf der Cebit mit einer Installation, die bis zu 10 MBit/s im Download und 1,6 MBit in der Gegenrichtung verspricht. Zum Einsatz kommt HSDPA zunächst in Form von Datenkarten für das Notebook. Gefragt ist das mobile Breitbandnetz aber auch für das "Mobile TV" auf dem Handy. Ob es da auch bewegte Bilder von Spielen der Fußball-WM geben wird, ist weniger ein technisches als ein Problem der passenden Übertragungsrechte.
Selbst vor der Kleidung macht der digitale Lebensstil nicht Halt. Im "Future Parc" der Cebit werden "digitale Kollektionen" von Pierre Cardin, Rosner und anderen gezeigt, die "textile Bedienungsfelder für integrierte MP3-Player und andere Bluetooth-Module" enthalten. Die Kleidungsstücke soll es bereits im Herbst dieses Jahr im Kaufhaus geben.
Peter Zschunke, ap
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