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27.02.2006
 

Cebit 2006

Mit Konvergenz in die Zukunft

Alles drängt zum Netz: PC, Handy, Telefon, Fernseher, digitale Kamera und sogar die Kleidung am eigenen Leib. Wenn die Cebit zum 20. Mal ihre Tore öffnet, steht sie unter dem Schlüsselthema der Konvergenz. Gemeint ist das Zusammenwachsen von Informationstechnik, Telekommunikation und Unterhaltungselektronik.

Hamburg - Anders als noch in den ersten Jahren der Cebit liegt die Dynamik der Innovation nicht mehr bei der Hardware. Zwar müssen die Geräte praktisch und einfach zu bedienen sein. Die eigentliche Intelligenz aber liegt in der Software, und auch die zieht es ins Web. Der Internet-Browser stellt nicht nur Texte und Bilder dar, sondern dient als Plattform für immer komplexere Computerprogramme.

Cebit-Chef Ernst Raue: Auf die mageren Jahre folgt nun ein deutliches Aufleben der IT-Branche und der Cebit
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DPA

Cebit-Chef Ernst Raue: Auf die mageren Jahre folgt nun ein deutliches Aufleben der IT-Branche und der Cebit

Auf diesen Trend reagiert auch Software-Marktführer Microsoft Chart zeigen, der auf der Cebit gleich zwei große Neuheiten präsentiert - Windows Vista und Office 2007 sollen bis zum Jahresende erscheinen. Beide werden zwar nach wie vor auf dem PC installiert, sind aber weit mehr als die Vorgänger auf das ständige Zusammenspiel mit dem Internet angelegt.

Wichtigster Trend bei der Business-Software ist die "Service-Oriented Architecture" (SOA). Damit wird die Interaktion von Software-Bausteinen im Internet bezeichnet, die sehr flexibel gestaltete Dienste für vielfältige Unternehmensanwendungen bereitstellen - gleichgültig ob unter Windows, Linux oder auf einem Mac von Apple Chart zeigen.

Das Telefonieren übers Internet, eines der wichtigsten Themen der Cebit 2005, hat inzwischen im Massenmarkt Fuß gefasst. Jetzt zeigen Spezialanbieter wie Sipgate Bildtelefone und Handys mit "Voice over IP".

Cebit 2006 - Weltgrößte IT-Messe wieder im Aufwind
Rund 6.300 Aussteller aus 70 Ländern werden auf der diesjährigen Cebit in Hannover ihre Neuheiten aus Informationstechnik und Telekommunikation zeigen. Sollte sich diese vorläufige Zahl bestätigen, bedeutet dies eine leichte Zunahme im Vergleich zu den 6.270 Ausstellern im vergangenen Jahr.

Zur Eröffnungsfeier der Cebit am 8. März hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel angesagt. Die Hallen auf dem Messegelände sind dann vom 9. bis 15. März geöffnet. Der Eintritt kostet im Vorverkauf 33 Euro, an der Tageskasse 38 Euro für einen Tag. Die Dauerkarte wird im Vorverkauf für 71 Euro abgegeben.

Im vergangenen Jahr kamen 480.000 Besucher zur Cebit - das waren 42 Prozent weniger als im Rekordjahr 2001. Mit dem Dotcom-Crash verlor das Thema IT für einige Jahre seinen Reiz, was sich vor allem in einem Rückgang im Publikumsverkehr auswirkte. Nach einem Anwachsen der Zahl der Fachbesucher im letzten Jahr könnte sich auch das allgemeine Publikum nun wieder interessierter zeigen, denn zum einen ist Technik so aufregend wie lange nicht - und zum anderen bedient die Cebit dieses Interesse wieder mehr durch ihren Messeschwerpunkt "Digital Living".

Nicht nur Menschen und Software-Bausteine kommunizieren im Internet. Die drahtlose Funkchip-Technik RFID verbindet auch Dinge aller Art über das Netz. Die "Radio Frequency Identification" organisiert den Eintritt ins WM-Stadion, die Postverteilung im Unternehmen oder den Ski-Verleih im Winterurlaub.

Auf einem Stand des Handelskonzerns Metro Chart zeigen zeigt das Netzwerkunternehmen Cisco Chart zeigen zusammen mit dem RFID-Spezialisten Intermec, wie die Daten von einzelnen Produkten über mehrere Stationen einer Handelskette ausgetauscht werden. Und der Hersteller Vorwerk präsentiert im "Future Parc" einen Teppichreinigungsroboter, der mittels RFID gesteuert wird. Ein erstmals auf der Cebit eingerichteter Ausstellungsbereich RFID soll auch auf Bedenken des Datenschutzes eingehen.

Unter dem Motto "Digital Living" gibt es in Halle 27 einen eigenen Schwerpunkt zur Unterhaltungselektronik. Zu den Themen gehören das Zusammenwachsen von Fernsehen, PC und Internet sowie das hochauflösende Fernsehen HDTV, dessen Anbieter sich von der Fußball-WM entscheidenden Impulse erhoffen.

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