16.02.2006
Twitter GooglePlus Facebook

Web-Zensur in China

US-Parlament rügt Google und Co.

2. Teil: "Schädliche Inhalte"

Kritiker der chinesischen Regierung nennen dagegen zahlreiche Webseiten westlicher Medien, die zeitweilig oder ständig blockiert würden, dazu regimekritische Seiten, Informationsseiten zur Menschenrechtssituation in China oder zur dort verbotenen Sekte Falun Gong.

  Der Tyrannei und Diktatur gedient?  Google-Webseite in China
Zur Großansicht

Der Tyrannei und Diktatur gedient? Google-Webseite in China

Zhengrong bestritt in der Tageszeitung "China Daily", dass es so etwas wie "Cyber-Dissidenten" gebe: "Niemand ist in China inhaftiert worden, nur weil er oder sie im Internet etwas gesagt hat." Menschenrechtsorganisationen gehen dagegen derzeit von 49 solcher Fälle aus, in denen Menschen nur wegen Meinungsäußerungen im Web inhaftiert wurden.

Für Schlagzeilen hatte im September 2005 der Fall des Journalisten Shi Tao gesorgt, der offenbar aufgrund von durch Yahoo weiter gegebene Informationen wegen Geheimnisverrats per Internet angeklagt und zu zehn Jahren Haft verurteilt wurde.

Für die chinesische Regierung aber entspricht die Zensur des Webs in China "internationaler Praxis". Mehr noch: Sie sei ein "westliches Modell". Außenministeriumssprecher Liu Jianchao: "Es gibt schädliche und illegale Inhalte im Internet, die die gesunde Entwicklung junger Leute schädigen." Das sei eine international geteilte Einsicht, zensiert werde durchaus auch in der westlichen Welt. Verschiedene Länder hätten verschiedene Gepflogenheiten, was die Zensur anginge, aber die chinesischen Regeln seien letztlich nicht anders als die in den Amerika, wo die Regierung es sich ebenfalls vorbehalte, "schädliche Inhalte" zu blockieren.

Global agierende Unternehmen sollten wissen, wie sie "rechtstreue Dienstleistungen anbieten" könnten. Die Wahl der Methoden, wie diese Rechtstreue hergestellt werde, sei deren eigene Sache. Tatsächlich gibt es in China keinen vorgefassten Katalog darüber, welche Web-Inhalte als zulässig oder missliebig gelten.

Internetunternehmen wie Google, die die Zensur ihrer Seiten in China selbst in die Hand genommen haben, arbeiten mit selbst definierten Filtern und darüber hinaus auf konkrete Aufforderung der Behörden. Insbesondere Ersteres werfen Menschenrechtsorganisationen den Web-Unternehmen vor: Das Gros der Zensur der westlichen Angebote geschehe in vorauseilendem Gehorsam.

manager-magazin.de mit Material von rtr und dpa

Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.
  • deli.cio.us
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live

© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH












Service
manager-magazin-AbonnementAbo-Service
Angebote von A bis ZAngebote von A-Z
Ihr persönliches DepotDepot
Twitter-FeedsTwitter-Feeds
manager magazin mobilmm mobil
Partnerangebote
Analysieren Sie online Ihren Standort im Vergleich zu den Besten mit CONTOR-REGIO Contor-Regio:
Analysieren Sie
online Ihren Standort
Seminarmarkt: Tanken Sie Karrierewissen Seminarmarkt:
Tanken Sie Karrierewissen
GehaltsCheck: Verdienen Sie genug? GehaltsCheck:
Verdienen Sie genug?
Handytarife: Finden Sie den passenden Tarif Handytarife:
Finden Sie den passenden Tarif
Medführer: Finden Sie Ihren Arzt oder Ihre Klinik Medführer:
Finden Sie Ihren Arzt
oder Ihre Klinik
imedo Arztsuche: Ärzte, Therapeuten, Heilpraktiker und Apotheken imedo:
Ärzte, Heilpraktiker, Apotheken