17.02.2006
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Monopole

"Die Davids müssen kämpfen"

Von Karsten Langer

5. Teil: "Die Wettbewerber investieren mehr"

mm.de: Und wer investiert mehr?

Kurth: Tatsächlich investieren die Wettbewerber seit 2002 mehr als die Telekom. Interessant ist auch, dass die Telekom noch im Jahr 2001 doppelt so viel investiert hat wie in den letzten Jahren, insgesamt hat das Unternehmen die Investitionen in den vergangenen Jahren dramatisch zurückgefahren. Das war auch ein Teil der Entschuldungsstrategie.

Investitionen dramatisch zurückgefahren: Die Wettbewerber geben mehr Geld für neue Technik aus als die Telekom
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REUTERS

Investitionen dramatisch zurückgefahren: Die Wettbewerber geben mehr Geld für neue Technik aus als die Telekom

mm.de: Dann sind die drei Milliarden Euro, die die Telekom in das neue Glasfasernetz investieren will, fast schon überfällig.

Kurth: Wenn die Telekom investieren will, ist das natürlich erfreulich. Aber das Unternehmen schließt damit eher von einem niedrigen Niveau auf zu höheren Beträgen, die früher investiert wurden.

mm.de: Sondieren Sie auch Märkte, die erst noch im Werden sind?

Kurth: Die neuen Techniken, die in Zukunft die Netzstrukturen beeinflussen werden, behalten wir sehr genau im Auge. So gibt es eine Arbeitsgruppe aus Vertretern der Telekommunikationsunternehmen und der Netzagentur, die sich mit dem Thema "Next Generation Network" (NGN) beschäftigt. Dort reden wir über mögliche Strukturen der Zusammenschaltung von Daten- und Kommunikationsnetzen.

Diese Frage ist gerade im Zusammenhang mit Voice over IP von großer Bedeutung. Führende Experten der Branche treffen sich mit uns, um nach Lösungen zu suchen, die wir zum Teil auch finden. Aber das interessiert natürlich nur wenige, weil da nicht öffentlich gestritten wird.

mm.de: Ihre Maxime lautet: "Ich will den Erfolg". Sind Sie erfolgreich?

Kurth: Niemand schafft 100-prozentigen Erfolg, dann gäbe es ja nichts mehr zu tun. Was wir schaffen, ist immer nur ein Teilerfolg. Ein gutes Beispiel bietet die IP-Telefonie: Die wird in den nächsten Jahren die alte Kommunikationstechnik ersetzen - mit heute noch nicht abschließend vorhersehbaren Folgen. Also schaffen wir ein Übergangszenario mit vielen regulatorischen Fragen, das die Interessen der einzelnen Marktteilnehmer weitgehend berücksichtigt.

mm.de: Gibt es einen weiteren Zukunftsmarkt, den Sie für besonders interessant halten?

Kurth: Wir müssen die Übertragung von mobilem Fernsehen auf Handys dringend voranbringen. Das kann ein Innovationsmotor werden. Hier wächst der Mobilfunk mit dem Fernsehen und dem Rundfunk zusammen. Wenn es uns gelingt, auch mit den Medienregulierern auf Länderebene schnelle Kooperationslösungen zu schaffen, lässt sich das Funkspektrum viel effizienter nutzen. Nicht nur ein Highspeed-Glaserfasernetz kann eine Innovation werden, sondern auch das mobile TV für den PDA.

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