Die Kosten werden "erheblich unterschätzt"
Eine Zeitlang hat Google gezögert, bei dieser Zensur mitzumachen. Schließlich aber wollte man sich diesen Massenmarkt nicht entgehen lassen und verstößt gegen das eigene Firmenmotto "Don't be evil" - "Sei nicht böse". Microsoft und Yahoo kollaborieren schon länger, aber von Google hatte die Netzgemeinde offenbar mehr Rückgrat erwartet.
An der Börse werden derweil ganz nüchterne Rechnungen aufgemacht. So beschreibt die Autorin von "Barron's" ein Modell, mit dem sie dem wahren Wert des Unternehmens näher kommen will. Sie kürzt die Gewinnerwartung um 20 Prozent, erhöht die "oft erheblich unterschätzten" Kosten um 5 Prozent. Das würde die Gewinne um rund 30 Prozent senken und die Aktie läge bei 188 Dollar statt bei 360.
All das illustriert die Kernaussage: "Die derzeitige Bewertung ist durchgeknallt." Schon bald könnte Google auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt werden: Sei nicht aufgeblasen.
© manager magazin online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH