Von Mathias Jacobi
In einer Studie empfiehlt Gartner Anwendern von pre-relationalen Mainframe-Datenbanken, auf relationale Systeme umzusteigen und in einem Fünf- bis Zehn-Jahres-Zeitraum Migrationspläne zu entwickeln.
Denn die die Uhr tickt unüberhörbar auch für die Schwergewichte der IT-Systeme, die pre-relationalen Datenbanken auf dem Großrechner. Anwender so klassischer Mainframe-Datenbanken wie IMS DB von IBM
Die Marktanteile dieser Datenbanken sinken langsam aber stetig, es wird zunehmend schwieriger, geeignetes Personal zu finden und auch technisch sind die betagten Datenbanken für moderne Anforderungen kaum mehr gerüstet. Doch die Dinosaurier der Branche tragen noch vielfach die Last der Kernsysteme, die in den letzten dreißig Jahren für sie entwickelt wurden und bilden nach wie vor häufig das Herzstück vieler IT-Abteilungen. Es ist Zeit zu handeln.
Die Marktanteile für die betagten Datenbanken sinken: Von 18,9 Prozent im Jahr 2003 auf 18,8 Prozent im Jahr 2004. Paradox, aber wahr: Die installierte Basis der Legacy-Datenbanken sinkt, die Umsätze der Datenbank-Hersteller aber klettern in die Höhe - von 1,65 Mrd. Dollar in 2003 auf 1,81 Mrd. Dollar in 2004. Die Ursachen liegen in steigenden Wartungsgebühren und der Lizenzpolitik der Hersteller, bei denen mit einem Upgrade auf eine neue Hardware-Klasse oder dem Wechsel des Betriebssystems - zum Beispiel von OS/390 auf z/OS - ein hoher Nachschlag fällig wird und bei den Datenbank-Anbietern kräftig die Kasse klingeln lässt.
Die Support- und Wartungskosten der Hersteller werden auf die schwindende Gemeinschaft der Anwender umgelegt und treiben so die Wartungskosten für die installierte Basis in die Höhe. Anbieter und Anwender befinden sich gemeinsam im Teufelskreis, schwindende Installationen führen zu höheren Wartungskosten auf beiden Seiten, mehr und mehr Kunden steigen aus und die Schicksalsgemeinschaft der Anwender wird kleiner.
Dieser Gastbeitrag ist im Fachmagazin "IT-Director", Heft 12/2005 erschienen
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