Berlin - Die Deutsche Telekom will im Ringen um mehr Kunden 2006 mit neuen Technologien "in die Offensive gehen". Vorstandschef Kai-Uwe Ricke sagte am Dienstag, der Konzern wolle das Feld nicht den Wettbewerbern überlassen.
Der Aufbau eines besonders schnellen Breitbandnetzes solle bis Ende nächsten Jahres wie geplant in 50 deutschen Städten vorangetrieben werden. Neben dem Mobilfunk-Tarif "At Home" mit Festnetzpreisen in einem bestimmten Umkreis solle das so genannte "Dual Phone" kommen. Dies ist ein Telefon, das zu Hause über Festnetz und unterwegs als Handy benutzt werden kann.
Die Anbieter in Europa bräuchten für Innovationen aber einen "nutzbaren Freiraum" der Marktregulierung, sagte Ricke. "Wenn es zu einer Neuorientierung auf europäischer Ebene kommt, kann die Telekommunikationsbranche noch erheblich an Dynamik gewinnen."
Mit den neuen Technologien gehe es darum, die künftigen Daten-Pipelines für das Bildungs- und Gesundheitswesen, Verwaltung und Mittelstand zu schaffen. Bundeswirtschaftsminister Michael Glos (CSU) sagte, er hoffe, dass 2006 nach einer Durststrecke "auch für die Aktionäre" der Deutschen Telekom
ein gutes Jahr werde.
Die Prognosen zum Geschäftsverlauf hält die Telekom unterdessen aufrecht. "Von uns sind keine schlechten Nachrichten zu erwarten", sagte Finanzchef Karl-Gerhard Eick mit Blick auf 2005 und 2006. Die Telekom habe in den vergangenen Jahren ihre Prognosen eingehalten und er sei zuversichtlich, dass dies wieder geschehe. Es sei aber noch zu früh, um etwas über den Geschäftsverlauf im vierten Quartal zu sagen, ergänzte Eick.
dpa, reuters
© manager magazin Online 2006
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der manager magazin Verlagsgesellschaft mbH