Von Holger Dambeck
Hamburg - Was würde BMW
wohl sagen, wenn ein Autohaus irgendwo in Deutschland den neuen 3er so umbaut, dass er nur noch 100 Km/h schnell fahren kann und ausschließlich Spezialbenzin tanken darf, das es exklusiv in jenem Autohaus zu kaufen gibt? Und wie würde der bayerische Autobauer wohl reagieren, wenn neben dem BMW-Logo auf dem Lenkrad der Namenszug des Händlers eingraviert wäre?
In der Autobranche ist derartiges kaum vorstellbar - unter Mobilfunkern jedoch schon seit Jahren gängige Praxis. Vodafone
Mit ärgerlichen Konsequenzen: Wer die Tastensperre vergisst, hat auf der nächsten Handyrechnung ein paar Euro extra, weil sich das Gerät beim Verstauen in der Tasche selbstständig in das Internet eingewählt hat.
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De-Branding: Das Mobiltelefon reaktivieren Bitte klicken Sie auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen(7 Bilder). |
Vodafone-Sprecherin Bettina Donges sagte, die so genannte Vodafone-live-Taste sei auf Wunsch der Kunden eingeführt worden, "damit man nicht mehr so lange im Menü suchen muss". Versehentliches Einwählen könne schon mal passieren, am besten solle man immer die Tastensperre aktivieren, empfiehlt sie. "Oder besser noch einen Tarif mit Flatrate wählen, da kann nichts passieren." Der kostet natürlich extra.
Originalsoftwware für 10 bis 30 Euro
Immerhin: Die Vodafone-live-Taste lässt sich meist durch gezielte Falscheinstellung bei den Einwahloptionen abschalten. Ärgerlich nur, wenn der Nutzer eines Tages tatsächlich mit dem Handy surfen will. Die weitaus bessere Lösung für das Problem lautet: Eine neue Software aufspielen. Die speziellen Menüs von T-Mobile oder Vodafone verschwinden so. Der Benutzer kann die Sondertasten dann meist mit der eigenen Wunschfunktion belegen.
Zwischen 10 und 30 Euro kostet der Dienst bei Ebay. Jan Petermann aus Frankfurt am Main reaktiviert seit August 2004 Handys, "aus persönlichen Gründen", wie er sagt. "Ich habe mich damals über die Providersoftware beim SonyEricsson T610 geärgert." Mittlerweile besitzt Petermann drei Spezialgeräte zum Aufspielen der Original-Handy-Software: eins für Motorola-Handys, eins für Nokia
und eins für Geräte von SonyEricsson und Samsung
. Über seine Seite Smartmod.de können Kunden den Service ordern. Sie müssen ihr Handy einschicken oder können es vorbeibringen.
Kunden, die ihr Telefon lieber nicht aus der Hand geben wollen, können es auch selbst am heimischen PC reaktivieren. Für Sony-Ericsson-Geräte hat die niederländische Firma DaVinci Team eine Software entwickelt, mit der jeder Laie sein Handy entfesseln können soll. Zehn Euro kostet der Dienst pro Vorgang. Petermann, aber auch Ebay-Händler wie Markus Schwager aus Berlin, nutzen den Service als Wiederverkäufer.
Die Software hat allerdings durchaus ihre Tücken: So muss der Anwender die passenden Teile aus einer langen Liste auswählen und diverse Parameter einstellen - das sind Fehlerquellen zuhauf. Ein Test ging zunächst schief - "falsche Software ausgesucht", meinte Schwager und ermöglichte einen zweiten Versuch, der dann glückte.
P.S. Inzwischen bin ich - soweit möglich - auf SMS und MMS von Notebook über WLAN-DSL oder GMS UND meinem Internet-Providerumgestiegen. Billiger, bequemer, nur das Notebook ist ein wenig zu groß ... Weiterer Vorteil: viel [...] mehr...
Als chronischer Wenigtelefonierer benutze ich eine "Prepaid"-Karte, die ich nur nicht vergessen darf, rechtzeitig aufzuladen, bevor die Einheiten verfallen. Zu Hause habe ich das Festnetz über DSL im ganzen Land für weniger als [...] mehr...
Also, es waren die Vorstände von: Deutsche Telekom, Mannesmann Mobilfunk, Mobilfunk, E-Plus/Huchison, Viag Intercom und G3 (Telefonica/Sonera). 8-) Wahrscheinlich haben sie sich von irgendwelchen hippen, technikbesessenen [...] mehr...
Brave new world eben. mehr...
Das ist natürlich richtig, fragt sich nur noch, welche Trottel von Unternehmensberatern hier einen Riesenwachstumsmarkt z. b. für Spielfilmübertragungen auf Briefmarkengröße vorhergesagt haben und welche Obertrottel von [...] mehr...
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