30 Mitarbeiter entwickelten Version 1.0
Wer das von Microsoft versprochene "Multitasking" - also die scheinbar gleichzeitige Nutzung mehrerer Programme - extensiv nutzte, erlebte den Systemabsturz, der über Jahre zum Markenzeichen von Windows werden sollte. "Die Entwicklung guter Software braucht ihre Zeit", schrieb die Zeitschrift "Computer Persönlich" weitsichtig - auch wenn damit zunächst nur die verzögerte Vorstellung von Windows 1.0 gemeint war.
Der Urversion war kein großer Erfolg beschieden, Bill Gates musste jahrelang Verluste verschmerzen. Wesentlich erfolgreicher waren Programme wie Word und Excel aus dem Hause Microsoft, denen zeitweise das Betriebssystem kostenlos beigelegt wurde. Der Siegeszug von Windows setzte sechs Jahre später ein. Damals kam Windows 3.1 mit integriertem Sound und Truetype-Schriften heraus.
An der Entwicklung von Windows 1.0 sollen gerade einmal 30 Mitarbeiter beteiligt gewesen sein. Bei der aktuellen Version Windows XP waren es bereits 2000. Mit Spannung sieht die Branche auf das Nachfolgesystem Windows Vista, das für 2006 angekündigt ist. Die Erwartungen sind hoch: Vor allem soll es der Konkurrenz von Internetgrößen wie Google Paroli bieten und andererseits die Abwanderung vieler Nutzer zum freien Betriebssystem Linux stoppen.
Peter Zschunke, AP
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