Frankfurt am Main - Manche lieben es, andere hassen es, viele haben sich schon darüber geärgert, fast alle verwenden es: Das Betriebssystem Windows hat wie keine andere Software die Arbeitswelt und Medienkultur der Gegenwart geprägt.
Mit Windows stellt der PC-Monitor nicht länger eine profane Anzeigefläche für Computercode dar, sondern einen Schreibtisch, auf dem Dokumente liegen. Die kann man sich ansehen und bearbeiten kann, indem man sie in separaten Fenstern öffnet - ein Satz, der heute allgemeinverständlich ist, vor 20 Jahren aber noch rätselhaft klang.
Genau so lange ist es her, dass Windows erschienen ist; am 20. November 1985 wurde Version 1.0 vorgestellt, die deutsche Version Windows 1.0.3 kam wenig später auf den Markt. "Das war der erste Schritt weg von der Kommandozeile", erinnert sich Microsoft-Manager Alfons Stärk. "Erst eine Technologie wie Windows hat den PC massentauglich gemacht."
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20 Jahre fensterweise: Bitte klicken Sie auf ein Bild, um zur Großansicht zu gelangen. |
Der erste PC konnte 1981 nur umständlich mit der Eingabe von Textbefehlen bedient werden, Zeile um Zeile. Vor Microsoft bot Apple schon 1983 eine grafische Benutzeroberfläche an, die den Namen Lisa trug. Beide Systeme basierten auf Konzepten, die von Xerox stammten. In der Frühphase ging man bei Microsoft mit dieser Urheberschaft recht offen um und schrieb in der Pressemitteilung: "Microsoft hat das Konzept angepasst und das Potenzial der Fenstertechnik verbessert, sodass es für PCs der mittleren Preiskategorie geeignet ist."
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